Die Blutspenden sind mehr denn je nötig

Von: Bruno Elberfeld
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Im Kreuzauer Rathaus wurden zahlreiche Blutspender ausgezeichnet. Weitere Spender waren nicht zur Ehrung erschienen. Nicht nur die Zahl der Blutspenden geht zurück, auch stehen nicht mehr so viele Räume für die Aktionstage zur Verfügung. Foto: Elberfeld

Kreuzau. „Ich bin stolz, so viele Bürger in der Gemeinde zu haben, die sich seit vielen Jahren so für die Gemeinschaft einsetzen“, sagte Bürgermeister Ingo Eßer anlässlich der Blutspenderehrung im Kreuzauer Rathaus.

Eßer war hörbar bewegt, als er sich bei den Blutspendern und den vielen Helfern des Deutschen Roten Kreuzes auf Orts- und Kreisebene bedankte. Da Blut noch nicht künstlich hergestellt werden könne, fuhr der Bürgermeister fort, seien Blutspenden mehr denn je nötig. So kämen Erwachsene nach schwerer Krankheit wieder auf die Beine, Kinder könnten wieder lachen.

Mit Georg Simon, DRK Referent des Blutspende-Instituts Breitscheid, und der Blutspende-Beauftragten des Kreises Düren, Elfriede Kempkes, warb Eßer um neue Blutspender. Die Zahl der Blutspenden gehe Jahr für Jahr rapide zurück, berichtete Georg Simon. Die ehemalige Solidaritätsgemeinschaft fange an zu bröckeln. Weniger Blutspenden bedeuteten aber, dass Menschen in akuter Not oft nicht mehr gebührend geholfen werden könne.

„Sie sind Botschafter der Blutspende-Idee“, wandte sich der Referent an die Blutspender. Wenn heute ein Blutspender ausfalle, müssten an deren Stelle, das zeige die Praxis, vier neue Blutspender her. Denn jüngere Leute würden nicht so oft und nicht so regelmäßig zur Blutspende gehen.

Und noch ein Problem warf Simon auf. Das DRK findet oft keine Heimat mehr. Im Klartext heiße das, dass Gaststätten nur noch selten zur Verfügung stünden, viele andere Räumlichkeiten seien plötzlich nicht mehr vorhanden.

So lenkte Simon zu einer besonderen Ehrung an diesem Abend über. Einmal im Jahr stellt das Team von Monte Mare unter der Leitung von Bettina Hüls das Bad für eine Blutspende zue Verfügung. Bettina Hüls freute sich über ein „Solidaritätszertifikat“ von Seiten des Roten Kreuzes.

Freuen konnten sich auch die Spender, die für 25-maliges Spenden mit Nadel und Urkunde ausgezeichnet wurden. Es sind Urs Bauer, Matthias Bongard, Denis Broichmann, Josef Dürbaum, Gerd Henn, Hildegard Jansen, Manuel Jörres, Bert Severin Krosch, Erika Löwen, Markus Nießen, Dirk Poth, Guido Wienands

Urkunde, Nadel und zwei Flaschen Wein erhielten für 50-maliges Spenden Vera Ahn, Roswitha Bongard, Jürgen Cousin, Petra Götzen, Elfriede Graßmann, Birgit Heidbüchel, Monika Hoven, Elke Magdalena Huettl, Dietmar Matthias Klein, Edgar Kurt Kreutz, Klara Kutscher, Nadine Markus, Margret Ramm, Gabriele Schüll, Jürgen Steiner

Das Weinkontingent wurde bei den 75-maligen Spendern um eine Flasche des edlen Saftes erhöht. Die Ehrengaben erhielten Hans Peter Bergholz, Hans Peter Claßen, Klaus Dieter Friederichs, Winfried Mager, Peter Möller. Ab der dreistelligen Spende von 100 Blutspenden gab es neben Urkunde und Nadel einen Präsentkorb. Diesen erhielten Gerd-Küter Luks, Brigitte Scholz sowie Wilhelm Weiermann.

Der Blutspenderkönig des Abends war Stefan Schäfer mit 125 Spenden. Allerdings konnte er, wie viele andere, an der Ehrung nicht teilnehmen. Die Ehrengaben werden wird Kreuzaus Bürgermeister Ingo Eßer nachreichen.

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