Düren - Die besten Zeiten der SG Düren 99: Bester Sturm, stärkste Abwehr

Die besten Zeiten der SG Düren 99: Bester Sturm, stärkste Abwehr

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
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Erinnern sich an die Mittelrhein-Meisterschaft 1963: Horst Maaßen und Erwin Hamacher.
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Die SG Düren 99 wurde 1963 überlegen Meister im Mittelrhein.

Düren. Den goldenen Ring hat Horst Maaßen immer noch. Seit 50 Jahren befindet er sich in seinem Besitz. Erhalten hat er ihn von seinem Verein, der SG Düren 99: „Jeder Meisterspieler bekam ihn“, sagt der Mann aus Birgel.

In diesem Jahr haben er und seine noch lebenden Mitstreiter Jubiläum gefeiert: die Mittelrhein-Meisterschaft der Spielzeit 1962/63, die zweite von insgesamt vier. Im Clubheim des neuen fusionierten Vereins SG GFC Düren 99 an der Mariaweiler Straße erinnerten sich die Titelträger der Saison 1963 und ihre Nachfolger, die sich Platz 1 im Mittelrhein in der Spielzeit 1965/66 sicherten, an vergangene sportliche Höhepunkte.

Beispielsweise an den 28. April 1963: „Neun Spiele hintereinander hatten wir kein Gegentor kassiert“, erzählt Horst Maaßen. Und in der Zeitung lautete die Frage: „Wer schießt das erste Tor gegen Düren?“ Die Antwort gaben an jedem April-Tag die Amateure des 1. FC Köln: Sie knöpften den 99ern nicht nur einen Punkt ab, sondern überwanden Dürens Keeper Willi Hamacher beim 1:1 nach neun Partien ohne Gegentor. „Wir waren einfach so stark“, erklärt Maaßen, warum die Gegner sich schwertaten, das Abwehrbollwerk der Schwarz-Roten zu überwinden.

Und so war es auch kein Wunder, dass die Dürener mit 78 erzielten Toren nicht nur über die stärkste Offensive, sondern mit nur 22 Gegentoren auch über beste Defensive verfügten.

Unter Dürens legendärem Lehrer und Trainer Leo Engels übernahmen die 99er am 11. April 1963 zum ersten Mal die Tabellenführung in der höchsten Liga des Mittelrheins. Sie gaben sie nicht mehr ab, wurden mit fünf Punkten Vorsprung 17 Jahre nach dem letzten Titelgewinn Meister vor Tura Bonn und dem SV Schlebusch (sechs Punkte zurück).

Verwehrt blieb den Dürenern, die 1959 aus der 2. Liga West abgestiegen waren, der Gewinn der Westdeutschen Meisterschaft. Vor mehreren tausend Fans („So viele Zuschauer waren keine Seltenheit.“) unterlagen sie, obwohl sie das bessere Team waren, Westfalenmeister Lüner SV auf der Westkampfbahn 0:1, trennten sich von Homberg, dem Titelträger vom Niederrhein, 2:2. Weil Lünen gegen Homberg gewann, waren die Westfalen Westdeutscher Meister.

Mit Horst Maaßen, der vom linken Verteidiger bis zum Rechtsaußen alle Positionen spielen konnte, kickten so bekannte Fußballer wie B-Nationalspieler Willi Krämer (später Alemannia Aachen) oder Helmut Richert, der danach mit Rudi Brunnenmeier unter Trainer Max Merkel bei 1860 München dem runden Leder nachjagte.

Auch Erwin Hamacher gehörte zu den Schwarz-Roten, die so erfolgreich waren. Sein Pech war, dass früher nicht gewechselt werden durfte. Folglich hütete eher Namensvetter Willi Hamacher das Tor. Trotzdem: „Wir hatten eine tolle Kameradschaft. Und auch deshalb waren wir so gut.“

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