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Die besten Azubis des Landes kommen auch aus dem Südkreis Düren

Von: Sarah Maria Berners
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Vier landesbeste Auszubildende aus dem Südkreis Düren: Pharmazeutisch-Kaufmännische Assistentin Anja Groger aus Nideggen,...
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Vermessungstechnikerin Sara Rensinghoff,...
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Ofenbauer Matthias Dohmen,...

Kreis Düren. „Nach 13 Jahren Schule wollte ich endlich Geld verdienen“, erzählt Sara Rensinghoff. Deswegen hat sich die junge Frau nach dem Abitur gegen ein Studium und für eine Ausbildung entschieden. Der Weg, den sie eingeschlagen hat, erwies sich als der richtige.

Sara Rensinghoff hat in ihrem Heimatort Kreuzau eine Ausbildung zur Vermessungstechnikerin gemacht – sie ist glücklich in ihrem Job und sie ist gut darin. „Sehr gut“ sogar. Vom Verband Freier Berufe ist die 23-Jährige mit dem Titel „Beste Auszubildende aus NRW“ ausgezeichnet worden. Mit Talent und Fleiß hat Sara Rensinghoff es zu diesem Titel gebracht. Und mit sehr viel Motivation.

„Es gibt nur sehr wenige junge Frauen in diesem Beruf. Vielleicht war das nochmal ein besonderer Ansporn“, sagt die junge Frau. Schon als Schülerin waren Sarah Rensinghoff die Naturwissenschaften lieber als Geisteswissenschaften und Sprachen, sie hatte Mathe und Physik als Leistungskurse.

Abwechslung ist wichtig

Ihr macht es nichts aus, als eine der wenigen Frauen im Vermessungswesen tätig zu sein. Mit den Herausforderungen, die das mit sich bringt, kommt sie gut zurecht. Sie weiß aber auch, dass sie sich als Frau auf der Baustelle beweisen muss. An ihrem Beruf schätzt Sara Rensinghoff die Abwechslung, die Mischung aus Außen- und Innendienst – auch wenn das bedeutet, dass Sara Rensinghoff „wetterfest“ sein muss. An manchen Tagen stehen die Überwachung von Brücken und das Abstecken von Häusern an, an anderen Absprachen mit Architekten und das Zeichnen von Plänen im Büro von Richard Valter.

Die Abwechslung ist es auch, die Matthias Dohmem aus Schmidt an seinem Beruf besonders schätzt. Er ist der landesbeste Auszubildende im Ofen- und Luftheizungsbau. Schon als Schüler hat er in den Ferien bei der Firma Wergen gearbeitet. Als er nach der 12. Klasse nicht versetzt wurde, entschied er sich für die Ausbildung. „Mir gefällt, dass in meinem Beruf viele Gewerke zusammenkommen“, sagt der 22-Jährige über seinen Beruf. Verputzen, Metallarbeiten, Fliesen, Mauern – das alles gehört dazu.

Besonders gute Arbeitstage sind die, an denen Matthias Dohmen und seine Kollegen einen Ofen nicht nur aufbauen, sondern ihn gestalten können – und das führt den Ofenbauer auch schonmal aus der Region hinaus, zum Beispiel nach Hamburg. „Es macht Spaß, eigenverantwortlich zu arbeiten“, sagt Matthias Dohmen. Und auch Sara Rensinghoff findet: „Manchmal ist es gut, beobachtet ins kalte Wasser geworfen zu werden. Dabei lernt man sehr viel.“

Viel gelernt hat auch Anja Groger aus Nideggen in ihrer Ausbildung zur Pharmazeutisch-Kaufmännischen Angestellten (PKA). Auch sie ist mit dem Titel „Beste Auszubildende in NRW“ ausgezeichnet worden. Aber auf diesem Titel will sich die 22-Jährige keineswegs ausruhen.

Sie hat sogleich eine Ausbildung zur Pharmazeutisch-Technischen Assistentin (PTA) angeschlossen, während eines Praktikums hatte sie erste Einblicke in das Berufsleben bekommen. Während in ihrer ersten Ausbildung der Fokus auf den kaufmännischen Bereichen wie Wareneingangskontrolle, Bestellungen, Lagern, Einräumen und Auszeichnen der Waren lag, will sie in Zukunft Kunden auch beim Kauf von Arzneien beraten. Als PKA hat sie das pharmazeutische Personal bereits unterstützt, durfte selbst aber nur bei Waren wie Kosmetika, Verbandsstoffen und Ähnlichem beraten.

Im Rahmen ihrer nun schulischen Ausbildung ist sie nur noch selten in der Apotheke anzutreffen, es gibt viel zu lernen. „Mich motiviert es, den Menschen später helfen zu können“, sagt Anja Groger, die zuvor wie Sara Rensinghoff das Gymnasium in Kreuzau besucht hat. „Wichtig ist es auch, das wir in der Apotheke immer ein aufmunterndes Wort für unsere Kunden haben.“

Ebenfalls ein „Landesbester“ ist Christopher Duttke aus der Gemeinde Hürtgenwald. Bei SIG Combiblock hat er eine Ausbildung zum Drucker in der Fachrichtung Tiefdruck gemacht. „Mein Vater ist auch Drucker. Er hat mir viel von dem Beruf erzählt. Das hat mein Interesse geweckt“, erzählt Christopher Duttke. Seine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Bedruckung der Kartonpackungen reibungslos läuft.

Einen Stillstand im Prozess gilt es zu verhindern. Außerdem zählen ständige Qualitätskontrollen zu seinen Aufgaben. „Das man aus den einzelnen Materialien etwas Schönes, Wiedererkennbares schaffen kann bereitet mir Freude“, sagt Duttke über seine Motivation. An Spät- und Nachtdienste musste sich Christopher Duttke gewöhnen. „Am Anfang ist es anstrengend“, gibt er zu. „Aber dann ist es auch schön, mal tagsüber zuhause zu sein oder Termine zu erledigen.“

Um der landesbeste Auszubildende zu werden, hat er sich zuhause hingesetzt und in die Themen eingearbeitet. „Mein Ausbilder Robert Johnen hat uns immer unterstützt. Er kann alle Fragen beantworten. Auf der Arbeit gab man mir genug Zeit, um mich vorzubereiten. Ich bin also ohne Schweißausbrüche zur Prüfung gegangen“, sagt Christopher Duttke. Und wie geht es weiter? „Ich habe einen Jahresvertrag bekommen. Danach wäre eine Festanstellung schön. Wenn das nicht klappt, werde ich mein Fachabitur machen und Studieren.“

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