Die Bedürfnisse älterer Menschen fest im Blick

Von: Kr
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Die Einweihung der Tagespflege St. Michael in Inden-Lamersdorf nahm Weihbischof Dr. Johannes Bündgens vor. Er gab der neuen Einrichtung Gottes Segen. Foto: Kròl

Lamersdorf. Der Caritasverband für die Region Düren-Jülich und die katholische Kirchengemeinde St. Josef Inden sind sich der Verantwortung bewusst, die der demografische Wandel mit sich bringt. Die Voraussetzung für alte Menschen zu schaffen, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu bleiben und gleichzeitig die Angehörigen zu entlasten, gehört zu den Aufgaben, denen sich der Caritasverband stellt.

So wurde schon lange über eine weitere Einrichtung zur Tagespflege in der Region nachgedacht. Auch das leerstehende Pfarrhaus in Lamersdorf kam in Betracht, doch schnell war klar, dass ein Umbau zu teuer gewesen wäre. Pfarrgemeinde und Kirchenvorstand beschlossen den Abriss des Gebäudes und errichteten eine Tagespflegeeinrichtung, die seit Mai in Betrieb ist. Sie bietet Platz für 14 Tagesgäste. Da nicht alle täglich die Einrichtung besuchen, werden rund 30 alte Menschen von acht Mitarbeitern betreut.

Die Koordination der Einrichtung sowie einer weiteren in Düren-Mitte liegt in den Händen von Angelika Nießen. In Lamersdorf leitet Kirsten Seeger das Haus.

Jetzt wurde die Tagespflege St. Michael offiziell eingeweiht. Ehrengäste der Gemeinde Inden, der Pfarrgemeinde und des Verbandes begrüßte Thomas Müller, Vorsitzender des Caritasrates. Sein besonderer Gruß galt den Menschen, die die Einrichtung nutzen. Einen weiteren Gast begrüßte er ebenfalls besonders herzlich: Weihbischof Dr. Johannes Bündgens war gekommen, um für die Einrichtung Gottes Segen zu erbitten.

Dirk Hucko, Sprecher des Vorstandes des Caritasverbandes, ließ kurz die Entstehungsgeschichte Revue passieren. Er erinnerte daran, dass der Verband vor 20 Jahren die erste Einrichtung eröffnete und dies mittlerweile die achte sei. Damals sei der Verband Vorreiter gewesen und habe eine Brücke zwischen ambulanter und stationärer Pflege geschlagen. Alle Einrichtungen wurden der besonderen Fürsprache eines Heiligen oder Engels unterstellt und in Lamersdorf sei dies der Erzengel Michael. „Er gilt als Bezwinger des Teufels und begleitet die Seelen auf dem Weg ins Jenseits. Außerdem ist er der Patron der Kranken“, sagte Hucko.

Für die Pfarrei St. Josef Inden richtete Pfarrer Dominik Heringer ein Grußwort an die Gäste. Er dankte nicht nur den Dorfbewohnern, sondern auch allen, die am Bau beteiligt waren. Gut, so fand er, füge sich der Funktionsbau ins Dorfbild. Als gut und richtig sieht er an, dass die Terrasse zur Straßenseite geht, wo sich das Leben abspiele. „Geld ist kein Selbstzweck, es soll dem Menschen dienen. Das Geld der Gemeinde ist hier gut angelegt“, schloss er seine Ausführungen. „Hier wurde eine Einrichtung geschaffen, die den Bedürfnissen älterer Menschen gerecht wird und eine Bereicherung für unsere Gemeinde ist“, sagte die stellvertretende Bürgermeisterin Karin Krings.

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