Die bangen Minuten des 1. BC Düren

Von: Hannes Schmitz
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Ilse Vaessen und Jürgen Koch behielten im gemischten Doppel beim Auswärtsspiel in Dortelweil die Oberhand und steuerten ihren Sieg zum 5:1-Erfolg bei. Foto: Hannes Schmitz

Düren. Eine starke Leistung im Spiel und nervenaufreibendes Geschehen vor der Partie beim SV Fun Ball Dortelweil, das der BC Düren mit 5:1 gewann. Mit dem Erfolg kletterten die Dürener auf Rang fünf der Badminton Bundesliga Tabelle und rangieren mit 11:9 Punkten noch vor dem letztjährigen Deutschen Meister SG EBT Berlin.

Vor dem Sieg flossen aber zunächst einmal viele Angstperlen beim BC-Vorsitzenden Rolf Pütz. Vollkommen überraschend meldete sich Dürens Spitzenmann Raijiv Ouseph am Tag vor der Partie verletzungsbedingt ab. Da auch schon Carl Baxter berufsbedingt fehlte, stand das Team ohne seine beiden Einzelspieler da.

Die Hilfe

Auch Ersatzmann Harry Wright musste passen, so dass kein vollständiger Kader zur Verfügung stand. „Rettung“ nahte in Person von Termuulen Ayush, der in der Zweiten spielt, aber in Berlin weilte. Er erklärte sich bereit zu spielen, aber noch fehlte die Spielgenehmigung für die Erste, die am Spieltag erst 25 Minuten vor der Bekanntgabe der offiziellen Spielaufstellung vom Verband eintrudelte.

„Wir mussten riesige Umstände auf die Kette kriegen“, formulierte es Rolf Pütz drastisch, der am Beispiel von Koen Ridder aufzählte, was Badminton-Bundesligaspieler so auf sich nehmen. Der Holländer wohnt in Haarlem nähe Amsterdam, drei Stunden Autofahrt nach Düren, mit dem Bus nach Dortelweil, einem Stadtteil von Bad Villa, nach Spielende zurück in die Rurstadt und mit dem Wagen zurück nach Hause.

Die Überraschung

Doch trotz der Strapazen legte Koen Ridder eine überraschend gute Spielvorstellung hin. Mit Partner Jürgen Koch gewann er das Doppel, das zum ersten Mal überzeugte, nicht nur gut spielte, sondern erste wirkliche Harmonieansätze erkennen ließ. Der Lohn: ein klarer Zweisatz-Sieg gegen Peter lang und Fabian Holzer mit 21:15, 21:13. Durch das engagierte Auftreten beflügelt, schaffte Koen Ridder als Ersatzmann im Top-Einzel einen Dreisatzsieg gegen den Funballer Peter Lang (21:18, 17:21, 21:15).

Ein glänzendes Spiel bescheinigte Rolf Pütz Soraya de Visch Eijbergen, die ihr Einzel gegen Annika Dörr mit 21:13 und 21:8 gewann und mit Blick auf Spielgestaltung Einiges wohl von Beiwen Zhang gelernt hatte, die ebenfalls fehlte.

Ihre Abwesenheit fiel aber nicht ins Gewicht, da auch im Damendoppel Soraya de Visch Eijbergen und die wieder erstarkte Ilse Vaessen in der nagelneuen Sporthalle des SV Fun Ball Dortelweil ein überragendes „Tänzchen“ aufs Parkett legten und ihre Gegnerinnen Annika Dörr/Franziska Volkmann mit 21:8 und 21:7 beherrschten.

Ihre starke Leistung wiederholte Ilse Vaessen im Mixed mit Partner Jürgen Koch. Sie behielten 21:16 und 21:12 die Oberhand über Cisita Joity Jansen und Thomas Legleitner.

Nicht weiter tragisch war die Zweisatz-Niederlage von Temuulen Ayush gegen Sandro Kulla mit 18:21, 15:21, der von der Bundeshauptstadt Berlin ins Saarland kurzfristig anreiste und sich kurz vor Weihnachten einen Herzenswunsch erfüllen konnte – einmal in der Ersten zu spielen. Angetan waren die Dürener von der neuen, mit allen technischen Raffinessen ausgestatteten Halle und vor allem aber von der Herzlichkeit des Gastgebers. „Ein Verein“, lobte Rolf Pütz, „der nicht nur einen Spieltag professionell präsentieren kann, sondern auch durch seine Herzlichkeit und sein tolles Publikum überzeugt.“

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