Düren - Die Aula des Stiftischen Gymnasiums gerockt

Die Aula des Stiftischen Gymnasiums gerockt

Von: Bruno Elberfeld
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Der Instrumental-Praktische-Chor des Stiftischen Gymnasiums zeigte am Samstagabend einen sehens- und hörenswerten Auftritt. Bei einem Stück bekam er Unterstützung vom Unterstufenchor.

Düren. Nach dem Konzert des „Instrumental-Praktischen-Kurses“ (IP-Kurs) brachte Schulleiter Jürgen Pfaff das gut zweistündige Geschehen auf den Punkt. „Ich bin heute Abend eines Besseren belehrt worden“, sagte der Direktor des ältesten Gymnasiums in Düren. „Bisher habe ich nach jedem Konzert immer wieder geglaubt, dass es keine Steigerung geben kann. Aber ich korrigiere mich in diesem Fall gerne.“

Was die Schüler des zwölften Jahrgangs auf der Bühne der Aula präsentierten, war einfach klasse. Es war nicht alles perfekt, das bringt eine Live-Schau so mit sich. Da gab es schon mal eine Rückkopplung, da passte der eine oder andere Schritt beim Tanzen nicht so ganz zum Rhythmus. Das tat der Stimmung der Gäste auf den alten Klappstühlen keinerlei Abbruch. Sie lebten die Aktionen auf der Bühne mit, feuerten die Akteure an, riefen einzelne Mitwirkende mit Namen.

Besonders angetan hatte es ihnen Kilian, der urkomische Reporter, der immer mal wieder auf den Videowänden rechts und links von der Bühne für alle gut sichtbar zu sehen und zu hören war. Doch auch andere Einspielungen lockerten die Veranstaltung auf. Nichtraucher Markus Mönkediek, der Macher des IP-Kurses, im Schulgarten mit Schülerinnen, die sich einen Show-Kampf vor der Kamera liefern. Was tut Mönkediek? Er schultert seine Gitarre und zieht von dannen. Andere Einspielungen werden fast zu philosophischen Aussagen. Reporter Kilian befragt Schüler, was sie denn so gerade tun? „Ich schreibe Geschichte“, antwortet eine Schülerin. Ein Glück für die junge Frau, die jetzt schon weiß, dass sie „Geschichte schreibt“.

Auf der Bühne wurde den Besuchern nahezu alles geboten, was die zeitgenössische Musikszene bietet: RAP, Chorgesang, bei dem der IP-Chor vom Unterstufenchor unterstützt wurde, Blues, Gesangs- und Instrumentensoli erster Güte, temperamentvoll-ausgelassene Tänze, bei denen die berühmte „Post abging“.

Zum Verschnaufen kamen Besucher und Akteure bei den wunderschönen Balladen wie „How to Save a Life“ oder „Sound of Silence“ von Simon and Garfunkel. Im Saal war die nachdenkliche Stille spürbar. Besonders bei dem zeitkritischen Beitrag, bei dem ein traumatisierter Soldat seine schrecklichen Erlebnisse mit „The Unforgiven III“ bewältigen will.

Die Schüler des IP-Kurses unter der Leitung von Markus Mönkediek in den Rollen von Musikern, Tänzern, Sängern, Videoclip-Akteuren, Organisatoren und Technikern boten ein breites Spektrum kreativen Schaffens. Und die Eltern? Sie konnten erleben, wie ihr vormals oft schüchterner Nachwuchs auf der Bühne vor vielen Menschen eine bewundernswerte Souveränität entwickelte

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