Merken - Die alte Jeanshose mit Farbe aufpeppen

Die alte Jeanshose mit Farbe aufpeppen

Von: Anne Wildermann
Letzte Aktualisierung:
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Zusammen mit ihrer Schwester entwarf Hedi Feucht diese Jeans für Karneval. Inzwischen ist ihr die Hose zu groß geworden, dennoch hebt sie die Jeans zusammen mit zig anderen Kostümen auf dem Speicher auf. Das kleine Foto zeigt das selbstgenähte Oberteil der Tanzgruppe mit Mickey Mouse und aufgemalten Herzen aus Textilfarbe. Foto: Wildermann
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Zusammen mit ihrer Schwester entwarf Hedi Feucht diese Jeans für Karneval. Inzwischen ist ihr die Hose zu groß geworden, dennoch hebt sie die Jeans zusammen mit zig anderen Kostümen auf dem Speicher auf. Das kleine Foto zeigt das selbstgenähte Oberteil der Tanzgruppe mit Mickey Mouse und aufgemalten Herzen aus Textilfarbe. Foto: Wildermann

Merken. Selber machen statt kaufen: Das machen nicht viele. Oft fehlt die Zeit dazu, weil Beruf, Familie und Haushalt kaum Platz fürs Schneidern des diesjährige n Karnevalskostüm lassen.

In loser Folge stellen wir Landfrauen aus der Region vor, die ein Händchen fürs Selbermachen haben und dazu jede Menge Tipps und Tricks kennen. Hedi Feucht (59) aus Merken, Kreisvorsitzende für Düren-Jülich, verrät, wie man ein individuelles Kostüm aus alten Kleidungsstücken machen kann.

„Generell ist es wichtig, dass man seinen Ideen und seiner Kreativität freien Lauf lässt“, sagt Feucht, die für die jährliche Karnevalsveranstaltung der Landfrauen noch kein Kostüm hat. „Dieses Jahr organisieren die Jülicher Verbandsmitglieder die Frauensitzung. Daher weiß ich auch noch nicht, welches Motto gilt.“ Immer im Wechsel organisieren die Jülicher oder die Dürener Landfrauen die Karnevalssitzung. Die Dürener haben eine 17-köpfige Frauentanzgruppe, die sich für ihre Auftritte die diverse Verkleidungen einfallen lassen.

„Ein altes T-Shirt oder eine ausrangierte Jeans von den Eltern oder Geschwistern hat jeder zu Hause“, sagt Feucht. Privat trug sie für eine Karnevalsveranstaltung vor einigen Jahren eine alte Jeans, die sie mit spezieller Textilfarbe bemalte. Auf die linke Beinseite malte Feucht den Wasserturm von Merken und quer über das Jeansbein in großen Lettern „Landfrauen“, darüber eine kleine Biene. „Die Biene ist das Symbol für die Landfrauen. Schließlich ist das Insekt sehr fleißig, emsig, gesellig und hält zu den übrigen – genau wie wir Landfrauen“, erklärt Feucht.

Auf das rechte Hosenbein malte sie das Kölner Wappen und den Dom. Sogar die Rückseite der Jeans wurde von der Landfrau aufgepeppt. Links pinselte sie mit geschickter Hand Feldfrüchte wie Kürbis, Zuckerrübe und Mais. Dazu ein kleiner rosafarbener Schweinekopf, eine Sonnenblume und Getreide. „Auf der Gesäßtasche musste der Fendt-Traktor hin“, sagt sie. Statt der Lampen hat er zwei Glitzersteine. Da zum Kölner Karneval nicht nur Clownsgesichter und Luftballons gehören, malte Feucht ein großes schlankes Kölschglas auf die rechte Hinterseite der Jeans. Am Jeansbund das altbekannte „Kölle Alaaf“.

Aber nicht nur Kostüme fertig Feucht zu Karneval, sondern auch Orden und Tischkarten für die Frauensitzung. Einige Orden sind aus Gips und wurden von Mitgliedern bemalt. Dieses Jahr werden die Karten von den Landfrauen aus Jülich gefertigt. „Leider fehlen immer wieder welche nach unserer Veranstaltung“, sagt Feucht.

Die 17-köpfige Tanzgruppe, der auch Feucht angehört, designte sich für die Session 2016 weiße T-Shirts mit 80er Jahre Fransenoptik. Alles was dafür nötig war: eine Schere. „Dazu trugen wir eine enge Hose in grün, gelb oder brombeerfarben“, sagt Feucht. Dazu trugen die Frauen neon-pinke Netzhandschuhe, Hawaiiketten und violette Kunststoffperücken.

Für einen anderen Auftritt entwarfen die Tänzerinnen einen eigenes Schnittmuster, kauften gelben Stoff und schneiderten Oberteile. Feucht bemalte es mit roter und blauer Glitzerfarbe aund klebte Mickey Mouse-Figuren darauf. Dazu trugen die Frauen schwarze Leggins und einen Zylinder mit Strasssteinen.

Die Karnevalssitzungen der Landfrauen sind am 16. Februar, 15 Uhr, in der Stadthalle Jülich und am 20. Februar, 19 Uhr, in der Festhalle Birkesdorf. Karten kosten zwölf Euro, erhältlich bei Hedi Feucht unter Telefon 02421/84831.

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