Düren - DGB-Kundgebung: „Dann kommt es zum Flächenbrand“

DGB-Kundgebung: „Dann kommt es zum Flächenbrand“

Von: Kevin Teichmann
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Volker Kohlisch, der Gewerkschaftssekretär der IG Metall, kündigte auf der Kundgebung des DGB zum 1. Mai auf dem Dürener Rathausvorplatz einen harten Arbeitskampf an. Foto: Kevin Teichmann

Düren. Der Tag der Arbeit schien prädestiniert für eine solche Demonstration. „Es muss etwas passieren!“, wurde IG-Metall-Gewerkschaftssekretär Volker Kohlisch bei der Kundgebung des Kreisverbandes Düren im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) deutlich. Zunächst zogen die Gewerkschaftler lautstark und mit großen, kaum übersehbaren Bannern durch die Dürener Innenstadt, um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen.

Anschließend fanden sie sich auf dem Dürener Rathausvorplatz ein. Auf einer großen Bühne referierten verschiedene Interessenvertreter. So sprach Ludger Bentlage, stellvertretender Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes Düren, über „Wege in den Ruhestand – wenn Betriebe sich dem demografischen Wandel stellen müssen“. Es müssten „altersgerechte Arbeitsplätze“ geschaffen und das „Gesundheitsangebot verstärkt“ werden. Zudem drohe „Millionen Menschen die Altersarmut“, weshalb gegengesteuert werden müsse.

Ernst Ungermann, Gewerkschaftssekretär der IG Bergbau, Chemie, Energie erklärte Auswirkungen des demografischen Wandels in der Papierindustrie. Bentlage sprach auch zum Thema „Faire Arbeit, gutes Leben“ für die IG Nahrung, Genuss, Gaststätten. Im Anschluss hielt Kohlisch eine Ansprache an alle Arbeitnehmer: „Streik ist die einzige Sprache, die Arbeitgeber verstehen. Wir treten damit ein für unsere Forderungen.

Am 3. Mai treten wir in Warnstreik und treffen uns ab sechs Uhr in der Festhalle Birkesdorf. Und wenn die Arbeitgeber sich nicht bewegen, dann haben wir noch ein paar Aktionen in petto, die richtig weh tun und schmerzhaft sein werden. Darauf gebe ich Brief und Siegel. Dann kommt es zum Flächenbrand!“

Yaren Yildiz von der Alevitischen Gemeinde Düren sprach über die Arbeitsbedingungen in der Türkei und abschließend spielte die Live-Band „Web“ aus Jülich auf dem Kaiserplatz.

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