Gürzenich - Deutsche Meisterschaft der Gehörlosen: Gürzenicher Vize-Meister

Deutsche Meisterschaft der Gehörlosen: Gürzenicher Vize-Meister

Von: say
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Der Gürzenicher Sebastian Mohr. Foto: Alex Gast

Gürzenich. Sebastian Mohr gelang es bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Gehörlosen mit dem Gehörlosen Sportverein Aachen I Deutscher Vizemeister zu werden. Der 23-jährige Gürzenicher, von Geburt an gehörlos und für die Tischtennisabteilung des GFC Düren aktiv, musste sich mit seinen Mannschaftskollegen Nicolas Brandon und Stephan Meister nur dem Hamburger GSV geschlagen geben.

Teilnahmeberichtigt waren Spieler mit einer erheblichen Beeinträchtigungen bis hin zu einem völligem Hörverlust. Insgesamt gibt es in Deutschland 20 Tischtennisvereine der Gehörlosen in zwölf Bundesländern, mit regional sehr unterschiedlichem Spielniveau. Bei den Herren nahmen an der DM neben dem GSV Aachen I und dem Hamburger GSV, der GSV Rottenburg, der GSV Braunschweig und die zweite Mannschaft des GSV Aachen teil.

Sebastian Mohr gewann bei der DM vier Einzel und musste nur im abschließenden Spiel gegen Rottenburg in der Verlängerung des fünften Satzes eine unglückliche Niederlage hinnehmen.

Positiv auffallend war der familiäre Umgang unter den Teilnehmern. Ihnen war die Freude am Sport deutlich anzumerken, die Zuschauer bekamen gutes Tischtennis geboten.

Der Tischtennissport zwischen Hörenden und Gehörlosen ist schwer zu vergleichen. Gehörlose Spieler haben aufgrund eines beeinträchtigen Gleichgewichtssinns Nachteile in der Koordination ihrer Bewegungen. Dadurch treten technische Mängel beim Ausführen der einzelnen Schläge auf.

Eine eigene Liga für Gehörlose gibt es in Deutschland nicht. Sebastian Mohrs Mannschaftskollegen spielen nur beim GSV Aachen, halten sich durch ständiges Training fit. Etwa einmal im Monat gibt es für den GSV Aachen ein Freundschaftsspiel und alle paar Monate steht ein Turnier auf dem Programm.

Sebastian Mohr hat die Eingliederung in einem Tischtennisverein für Hörende auch Dank einer Bezugsperson schnell geschafft. Mohr ist im erweiterten Kader der Gehörlosen-Nationalmannschaft. Den Sprung in die nationale Spitze wird er vermutlich wegen beruflicher Anforderungen als Maler und Lackierer nicht schaffen. Sein großes Ziel ist es, erneut mit dem GFC in die Kreisliga aufzusteigen.

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