Düren - Deutsch-polnische Freundschaft: Erna-Schiefenbusch-Gesellschaft ausgezeichnet

Deutsch-polnische Freundschaft: Erna-Schiefenbusch-Gesellschaft ausgezeichnet

Von: smb
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Düren. Die Erna-Schiefenbusch-Gesellschaft ist von der Landesregierung NRW ausgezeichnet worden. Adam Kempinski, Vorsitzender der Gesellschaft, Monika Rothmaier-Szudy, Künstlerische Leiterin Theater Düren, und der stellvertretende Bürgermeister Reiner Guthausen nahmen die Auszeichnung in der Düsseldorfer Staatskanzlei entgegen.

Sie hatten mit dem Projekt „Et vice versa” an einem Wettbewerb für Projekte zur deutsch-polnischen Freundschaft und Zusammenarbeit teilgenommen. Aus gut 60 Einsendungen wurden 18 Projekte ausgewählt. Sie werden mit insgesamt 80.000 Euro gefördert.

„Bei unserem Projekt handelt es sich um den Austausch des Theaters Düren mit dem Schlesischen Theater aus Kattowitz sowie Jugendtheatergruppen aus beiden Städten”, erklärt Adam Kempinski. Erst vor wenigen Wochen waren Dürener Laienschauspieler der Gruppe „Ernas Erben” mit dem Stück „Der Arbeitslose” in Polen zu Gast. Seit zwölf Jahren besteht die Verbindung zum Schlesischen Theater in Kattowitz.

Es ist das Theater, das Düren im Krieg verloren hat. Die baugleichen Häuser sind von Carl Moritz Anfang des 20. Jahrhunderts geschaffen worden. „Ernas Erben” haben dort neue Freunde gefunden und freuen sich schon auf den Gegenbesuch der polnischen Freunde.

In den anderen Projekten geht es zum Beispiel um die gemeinsame Erarbeitung eines Theaterstücks, einer Tanzaufführung oder einer Musikkomposition, um Kurzfilme, die von polnischen und deutschen Schülern gedreht werden, aber auch um einen konkreten länderübergreifenden Austausch von Kompetenzen in der Arbeits- und Gesundheitsverwaltung.

Eine unabhängige deutsch-polnische Jury hatte die Preisträger ausgewählt. „Ich freue mich sehr, diese bürgerschaftlichen Projekte im Polen-Nordrhein-Westfalen-Jahr auszeichnen zu dürfen. Sie zeigen, dass die deutsch-polnische Freundschaft wirklich gelebt wird”, sagte Angelica Schwall-Düren.

Laut dem Ministerium für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien gehört Polen für Nordrhein-Westfalen zu den wichtigsten Partnern innerhalb Europas. In keinem anderen Bundesland in Deutschland leben heute so viele Menschen mit polnischer Staatsangehörigkeit (etwa 112.000) oder polnischen Wurzeln.

Derzeit gibt es rund 100 Städte- und Kreispartnerschaften sowie 160 Schulpartnerschaften. Mit dem Polen-Nordrhein-Westfalen-Jahr 2011/2012 will die Landesregierung die bisherigen Formen der Partnerschaft intensivieren und ihr neue Impulse verleihen.
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