Der wärmste März seit Beginn der Messung

Von: kjl
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Kreis Düren. Perfektes Frühlingswetter mit Rekordwärme und viel Sonnenschein bescherte der März. Nach einem wechselhaftem Auftakt mit Sturm folgte anhaltender Hochdruck mit vielen warmen Tagen.

Anhand der Monatsmitteltemperaturen und dem Vergleich zum 30-jährigen Mittel (1961 bis 1990) ergaben sich folgende Rückschlüsse in der Statistik: In der Summe aller Stationen war es in NRW der wärmste März seit 1881. Auch oberhalb von 500 Meter Seehöhe wurden alle bisherigen Rekorde gebrochen. Im Düren-Zülpicher Bördenraum war der März 1981 ähnlich warm: 1981 war es in Düren durchschnittlich 9,3 Grad warm, 2017 waren es 9,0 Grad. Nörvenich kam 1981 auf 8,6 Grad und 2017 auf 9,4 Grad. Die positive Abweichung vom Mittelwert 1961 bis 1990 betrug in diesem Jahr 3,0 bis 4,5 Grad. Späte Kaltlufteinbrüche mit Schneefällen waren eine Rarität, so meldete Udenbreth auf fast 700 Meter nur 2 Zentimeter Schneedecke am 6. März.

Die Fröste blieben schlapp und erreichten in den Tallagen der Rureifel -2,4 Grad (Heimbach) und -1,2 Grad in Bördenraum (Düren). Zum Monatsende war als Folge die Narzissenblüte in den Hochtälern der Eifel bereits weit fortgeschritten.

Bis zum 8. März blieb es wechselhaft und Sturmtiefs hatten die Oberhand. Böen der Stärke 8 bis 9 wurden am 2. und 8. März in allen Höhenlagen gemessen (Nörvenich sogar 91 km/h).

In der zweiten Monatshälfte fühlte man sich bei 20 bis 24 Grad in den Mai versetzt. Hier einige Höchstwerte: Hambach 24,4 Grad, Vettweiß 23,9 Grad, Hoven 23,7 Grad, Aldenhoven und Hasenfeld 23,5 Grad, Linnich-Gevenich 23,4 Grad, Nörvenich 23,2 Grad, Gey 22,5 Grad, Heimbach 22,3 Grad, Drove 22,0 Grad, Hergarten 21,7 Grad, Schmidt 21,4 Grad, Kermeter 20,6 Grad und Vossenack 20,0 Grad. Noch höhere Werte wurden am 29. März 1968 gemessen, beispielsweise 25,0 Grad in Nörvenich (Sommertag).

Es verwundert nicht, dass der März aufgrund der vielen Überstunden der Sonne diese Wärme erreichte. Hier einige Sonnenscheinsummen aus dem Kreis Düren: Aldenhoven 176 Stunden, Vettweiß 170, Düren 161, Schmidt 154, Nörvenich und Hasenfeld 141, Heimbach 134 und Vossenack 109 Stunden. Die positiven Abweichungen vom Mittelwert betrugen 20 bis 45 Prozent.

Die Inhalte der Regenmesser an den Wetterstationen im Kreis Düren waren durchweg unterdurchschnittlich. Während im Hohen Venn 177 Liter Pro Quadratmeter fielen, waren es in Vlatten gerade einmal 33 l/qm.

Verbreitet fielen aber nur 40 bis 60 Prozent der sonst üblichen Mengen, wie einige Beispiele zeigen: Vossenack 79 l/qm, Hambach 71 l, Schmidt 65 l, Brandenberg 64 l, Gevenich 61 l.

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