Düren - Der Verkehr wird neun Monate umgeleitet

Der Verkehr wird neun Monate umgeleitet

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
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Der Bagger steht bereit: Am Montag wird die Bismarckbrücke komplett für den Verkehr gesperrt und dann nach noch notwendigen Vorarbeiten am 20. Juli abgerissen. Nur Fußgänger und Radfahrer erhalten eine Ersatzbrücke. Foto: Abels

Düren. Nach monatelangem Streit um die Notwendigkeit einer Behelfsbrücke gaben Vertreter von Politik und Verwaltung am Donnerstag mit dem ersten Spatenstich den symbolischen Startschuss zum Neubau der Bismarckbrücke.

Ab Montag (6. Juli) wird die zweite zentrale innerstädtische Rurquerung neben der Johannesbrücke für voraussichtlich neun Monate für den Verkehr gesperrt.

Damit das von der SPD befürchtete Verkehrschaos ohne die von der CDU aus Kostengründen (500.000 Euro) abgelehnte Ersatzbrücke ausbleibt, hat die Verwaltung Mithilfe einer Verkehrssimulation zahlreiche Maßnahmen vorbereitet.

Längere Grünphasen und zusätzliche Abbiegespuren auf der Ausweichroute über Valencienner und Aachener Straße sollen dafür sorgen, dass die bis zu 14.000 Fahrzeuge, die täglich die Bismarckbrücke passieren, während des Neubaus ohne größeren Rückstau in die Stadt und wieder hinaus gelangen.

b>Ersatz für Radler und Fußgänger

„Wir werden alles dafür tun, damit unsere Simulation Realität wird”, versprach Baudirektor Heiner Wingels. Lediglich Fußgänger und Radfahrer brauchen keine Umwege in Kauf zu nehmen. Sie erhalten ihre Ersatzbrücke, die am Mittwoch installiert werden soll.

Massive Schäden an der 1949 erbauten Bismarckbrücke machten einen Neubau zwingend erforderlich. Bereits seit 2006 durften Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht über zwölf Tonnen das Bauwerk nicht mehr passieren.

Mit der neuen Spannbetonbrücke, die sich gestalterisch an die Johannesbrücke anlehnt, soll sich die Verkehrssituation auf den beiden zentralen Einfahrtsstraßen deutlich verbessern. Aus diesem Grund wird der mit 3,18 Millionen Euro veranschlagte Neubau der Brücke auch zu 70 Prozent von Bund und Land gefördert.

Darüber hinaus wird auch das Umfeld neu gestaltet, vor allem wird der bislang unterbrochene Rur-Ufer-Radweg als Teil der Grünroute endlich geschlossen, freute sich Bürgermeister Paul Larue.

Der Radweg wird künftig an der Stadtseite unter der Brücke verlaufen und durch zwei seitliche Rampen behindertengerecht an die Tivolistraße angebunden.

Für die gesamte Baumaßnahme inklusive der Landschaftsarbeiten an der Ruraue hat die Stadt rund 15 Monate einkalkuliert. Aber bereits Ende April soll zumindest der Verkehr in seiner bisherigen Form wieder über die Rur rollen können.

Bis dahin müssen auch zwei weitere Maßnahmen abgeschlossen sein. Zum einen werden die anno 1924 erbauten Schmutz- und Regenwasserkanäle in der Tivolistraße erneuert, die nicht nur massive Schäden, sondern teilweise auch Gegengefälle aufweisen.

Unterteilt in drei Bauabschnitte belaufen sich die Kosten hier auf rund 900.000 Euro. Erst im dritten und letzten Abschnitt muss die Tivolistraße zwischen Paradiesplatz und Uhlandstraße für den Verkehr gesperrt werden. „Ansonsten sichern wir den Anwohner und Geschäftsinhabern zu, dass sie jederzeit erreichbar bleiben”, betonte Larue.

Als Ausgleich für die Belastungen dürfen sich die Anwohner dann über eine deutliche Reduzierung des Verkehrslärms freuen. Für rund 460.000 Euro aus dem Konjunkturpaket II erhält die Fahrbahn eine Decke aus lärmminderndem Asphalt, der bereits auf der Stürtz- und Aachener Straße überzeugen konnte, sagte Larue.

Und auch ein kleines Bonbon für die Geschäftsleute, die Umsatzeinbußen während der Bauarbeiten befürchten, hatte der Bürgermeister noch parat. Sie werden verstärkt in die Werbemaßnahmen der Cityma eingebunden.
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