Düren - Der Trainer scheucht seine Handballer in 53 Einheiten

Der Trainer scheucht seine Handballer in 53 Einheiten

Von: dma
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Düren. Sportler neigen nicht dazu, allzu lange zurückzuschauen auf Vergangenes, sie konzentrieren sich lieber auf das, was sie in der Zukunft beeinflussen können. Die Handballer des BTV bilden da keine Ausnahme.

Natürlich kommt ein Gespräch mit den Verantwortlichen nicht aus ohne die Frage danach, wie der Klub und die Mannschaft die wirklich dramatischen letzten Wochen der vergangenen Saison verkraftet haben; ob der trotz des aufsehenerregenden Schlussspurts, in dem die Schwarz-Gelben acht der letzten neun Partien gewannen und vor dem Finale am letzten Spieltag unvermittelt punktgleich waren mit Aufstiegsrang zwei; ob dieser verpasste Aufstieg in die Oberliga also noch einen Platz einnimmt in den Gedanken des BTV.

Die Antwort von Boris Lietz, dem Birkesdorfer Übungsleiter, ist unmissverständlich: „Das ist tatsächlich komplett abgehakt und war in den ersten Einheiten gar kein Thema. Unser ganzer Fokus gilt jetzt der Saison 17/18, da wollen wir gut aufgestellt sein.“

Trainingsauftakt war am 13. Juni da war die alte Spielzeit seit nicht einmal einem Monat vorbei, die neue beginnt erst in knapp drei Monaten. Aber der BTV will eben früh seine Grundlagen legen: In der jetzigen Frühphase vor allem konditioneller Natur. Insgesamt wird Lietz seine Jungs in nicht weniger als 53 Einheiten um sich herum versammeln.

Zwar ist diese Zeit ohne Pflichtspiele, dafür aber mit vielen Läufen unterschiedlicher Intensität, bei vielen Spielern nicht die beliebteste im Jahr und im Klub wird von der „berüchtigten Vorbereitung unter Coach Boris Lietz“ gesprochen. Aber stumpfes Schleifen à la Felix Magath („Quälix“, „Mount Magath“) ist nicht die Sache des 35-Jährigen.

Vielmehr soll auch jetzt schon die Arbeit mit dem Ball nicht zu kurz kommen. „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viel von dem, was früh eingeübt wird, hängen bleibt, auch wenn wir natürlich auch viel im Kraft- und Ausdauerbereich arbeiten, das versteht sich von selbst. Während der Saison hast du nicht mehr so viel Zeit, individuell zu arbeiten.“

Voll mit dabei sind nicht nur Luca Feistkorn (Tor) sowie die Rückraumspieler Julian Stötzel und Toias Marquardt, die schon im Winter nach Birkesdorf wechselten, ihren Anteil an der grandiosen Rückrunde hatten und nun zum ersten Mal eine komplette Vorbereitung mitmachen. Auch Jakob Ernst, der für die neue Saison zurückkehrt vom Weidener SV, und Marcell Falk sind mit von der Partie.

Der 24-Jährige stößt von der SG Ollheim-Straßfeld dazu und ist Kreisläufer – der dritte Spieler im Kader auf dieser Position für die anstehende Saison. „Mit Marcell sind wir taktisch noch variabler. Es könnte sein, dass wir unser Spiel etwas mehr über die Mitte ausrichten werden, als Linkshänder passt er sehr gut hinein bei uns“, so Lietz.

In Birkesdorf gehen sie im Übrigen davon aus, dass sie von den anderen Klubs auch wegen der starken letzten Saison als einer der Aufstiegskandidaten auserkoren werden. „Wir selbst müssen dann beweisen, dass wir wirklich ein Top-Team sind. Das wird eine neue Situation für uns, das werden wir annehmen müssen.“ In den anderen Mannschaften des Vereins hat es unterdessen Veränderungen gegeben.

Die „Zweite“ wird trainiert vom Maxi Cazabat, einem Argentinier, der den Trainerstab der „Ersten“ in punkto Videoanalyse unterstützen soll. Julian Stötzel übernimmt den Trainerposten der Damen-Mannschaft.

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