Blens/Hausen - Der teure Starenkasten: „Reine Abzock-Anlage”

Der teure Starenkasten: „Reine Abzock-Anlage”

Von: sis
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Umstritten: Zwischen Blens und Hausen ist erst Tempo 50 eingeführt worden, nun soll eine Blitze gebaut werden.

Blens/Hausen. Josef Jörres ist empört: „Das ist doch nichts anderes als eine Nationalparkbesucher- Abschreckungsanlage”, schimpft der Fraktionsvorsitzende der UWV im Heimbacher Stadtrat und Ortsvorsteher von Hausen. Was den Politiker erzürnt, kostet rund 79.000 Euro: eine Geschwindigkeitsmessanlage an der L 249 zwischen Hausen und Blens, die in beide Richtungen misst.

Seit dem Ausbau darf auf dem größten Teil der Strecke nur noch maximal 50-Stunden-Kilometer schnell gefahren werden. Vor dem Ausbau waren noch 70 km/h erlaubt. Allerdings war der Ausbau nur möglich, weil alle Beteiligten dem Druck der Naturschutzverbände nachgaben.

In letzter Instanz sind die Uhus also verantwortlich

In einer Vereinbarung unterschrieben 2005 Vertreter des Landes NRW, der Bezirksregierung, des BUND, des Kreises Düren, der Stadt Heimbach, der Biologischen Station und der Rurtalbahn, dass wegen der Uhus die Höchstgeschwindigkeit auf 50 Stundenkilometer festgelegt und dass „eine dauerhafte Geschwindigkeitskontrolle durch das Straßenverkehrsamt Düren” durchgeführt wird. Die Geschwindigkeitsüberwachung rückt nun näher: Denn der Kreisausschuss soll in seiner nächsten Sitzung einer Dringlichkeitsentscheidung zustimmen, mit der der Kauf der Geschwindigkeitsmessanlage genehmigt wird.

Auch die Unabhängigen in der Stadt Nideggen reagieren mit Unverständnis: „Die Anlage ist 30.000 Euro teurer geworden, weil der Kreis seit 2005 nicht in der Lage war, normal zu planen”, kritisierte Norbert Klöcker, der Fraktionssprecher. Außerdem: Wenn Kontrollen, dann in unregelmäßigen Zeitabständen und von unterschiedlichen Stellen aus. So sieht der Unabhängige in der Hightech-Messanlage eher „eine von den Verbänden legitimierte Abzock-Anlage mit null Wert.” Denn die Einheimischen werden nicht geblitzt werden, wohl aber die Touristen. Außerdem stellt Klöcker die Frage nach dem Sinn oder Unsinn einer Rund-um-die Uhr-Messung, schließlich würden auch die Naturschützer die Zeit der Uhu-Gefährdung schon in der Vereinbarung einschränken.

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