Der Stadt Nideggen laufen die Grundschüler davon

Von: bugi
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Nideggen. Die drei Nideggener Grundschulen werden in den kommenden fünf Jahren ein Fünftel ihrer Schüler verlieren. Statt der bisher genau 364 Kinder werden es zum Schuljahr 2018/19 nur noch 293 Kinder sein, die zum Unterricht angemeldet werden. Das wird Folgen für die drei Schulstandorte in Nideggen, Schmidt und Embken haben.

Am dramatischsten ist die Entwicklung in Nideggen und Schmidt: beide Grundschulen verlieren gar ein Viertel ihrer Kinder, während die Zahl am Standort in Embken im Durchschnitt nahezu konstant bleibt. Dass die Stadt auf den demographischen Wandel reagieren muss, hängt nicht zuletzt mit einem neuen Landesgesetz zusammen. Das regelt zum Beispiel, dass Grundschulen eine Mindestgröße von 92 Schülern haben müssen.

Liegt man darunter, bleibt die Grundschule zwar erhalten, kann aber dann nur noch als Teilstandort weitergeführt werden. Die Folge: Die Grundschule wird einer anderen Grundschule angegliedert, der Schulleiter abgezogen. Genau dies trifft die Grundschule in Embken. Dort werden zurzeit 77 Kinder unterrichtet. Zwar steigt die Zahl der Kinder bis zum Schuljahr 2016/17 auf 87 Kinder an, fällt dann aber wieder auf 75 Kinder zum Schuljahr 2018/19.

Zur Beratung der Problematik im Ausschuss für Bildung, Soziales und Sport in dieser Woche hatte die Verwaltung deshalb vorgeschlagen, die Embkener Grundschule ab dem nächsten Schuljahr als Teilstandort weiterzuführen. Mit einem Jahr Verzögerung sollte dies auch die Schule im Schmidt treffen. Hier rutscht man erstmals zum Schuljahr 2015/16 unter die 92er-Grenze. Allerdings: der dortige Schulleiter wird im Sommer 2014 pensioniert, so dass es sich aus Sicht der Verwaltung anbietet, dann auch die Schule zum Teilstandort umzuwandeln.

Dem Ausschuss ging das Verfahren allerdings zu schnell. Gerade mit Blick auf Schmidt wurde die Verwaltung beauftragt, die Vorschläge zunächst mit den Schulleitern, den Lehrerkollegien und den Schulpflegschaften zu besprechen. Die Ergebnisse sollen dann in einer der nächsten Ratssitzungen vorgestellt werden. Dann soll auch der Beschluss erfolgen.

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