Der sechste Würdenträger in Nideggen

Von: sd
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Die Nideggener St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft feierte nicht nur ihr Patronatsfest: Die Schützen ehrten in diesem Rahmen auch verdienstvolle Mitglieder. Foto: sd

Nideggen. Mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche Nideggen eröffnete die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Nideggen von 1430 mit der Bürvenicher Schützenbruderschaft ihr Patronatsfest zu Ehren ihres Schutzpatrons, des heiligen Sebastian.

Zelebriert wurde die Messfeier von dem gebürtigen Dürener Professor Dr. Philipp Müller, Theologe an der Katholischen Fachhochschule Mainz, und musikalisch umrahmt vom Blasorchester aus Vlatten. Auch in diesem Jahr trotzte die Schützenbruderschaft den kalten Temperaturen und marschierte im Festzug durch Nideggens Altstadt zur Begegnungsstätte am Rathaus. Im Mittelpunkt der Festversammlung, die von Schützenchef Siegfried Schröder geleitet wurde, standen Jubilare, Ehrungen, Neuaufnahmen - und eine Frau.

„Gelebte Traditionen”

Nideggens Bürgermeisterin Margit Göckemeyer feierte zum ersten Mal das Sebastianusfest mit der Bruderschaft und ließ sich nicht lange bitten, in der seit 580 Jahren bestehenden „Männerrunde” die Gastrede zu halten. „Gelebte Traditionen sind sehr wichtig für die Stadt, weil sie nicht nur mit einem hohen sozialen Engagement verbunden sind, sondern auch Werte vermitteln, mit denen sich beispielsweise Jugendliche im Alltag eher weniger auseinandersetzen”, erklärte Göckemeyer.

Und besondere Tatkraft wird belohnt. Die Bezirksbundesmeisterin Hanni Kurth verlieh den Hohen Bruderschaftsorden an Christoph Findelklee und Thomas Schäfer. „Als Chef des Offizierscorps und Schießmeister gehören beide trotz ihres noch überschaubaren Alters seit mehr als drei Jahrzehnten zu den absoluten Leistungsträgern der Bruderschaft”, betonte Kurth.

Für sein Lebenswerk erhielt der amtierende Schützenkönig Hans-Ulrich Findelklee aus den Händen der Bezirksbundesmeisterin das St.- Sebastianus-Ehrenkreuz. Der 2009 in den „Ruhestand” getretene Chef des Offizierscorps und Kommandeur war 20 Jahre lang das Gesicht der Nideggener Bruderschaft bei allen Umzügen im Rheinland und im benachbarten Ausland.

Für sein überragendes Engagement und hohes Pflichtbewusstsein wurde er jetzt geehrt. Findelklee ist erst der sechste Träger dieser hohen Auszeichnung in der langen Geschichte der Nideggener Bruderschaft.

Mit drei Bronzewappen bedankte sich die Bruderschaft für die vielfältige Hilfe und Unterstützung der Mitglieder Josef Breuer, Dieter Sauerwein und Helmut Schier. Zum Oberleutnant wurde Dr. Jürgen Schneider befördert. Auch um den Nachwuchs muss man sich bei den Schützen in Nideggen nicht sorgen. Mit einem Ritterschlag wurde das Neumitglied Patrick Stötzer auf die hohen Ziele der altehrwürdigen Bruderschaft verpflichtet und in die Gemeinschaft aufgenommen.
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