Der schwächelnde Euro hilft der Dürener Industrie

Von: smb
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Kreis Düren. Die Energiekosten sind gesunken, die Preise für Rohstoffe auch. „Das bringt Entlastung für die Industrieunternehmen“, weiß Dr. Stephan Kufferath, der Vorsitzende der Vereinigten Industrieverbände von Düren, Jülich, Euskirchen und Umgebung (VIV).

Außerdem würden die Betriebe vom schwachen Euro profitieren, der sich positiv auf die Exportquote auswirke.

Diese drei Faktoren wertet der VIV-Vorsitzende als „mitursächlich für die Trendwende“. Denn die Konjunkturumfrage der VIV habe gezeigt, dass die Mitgliedsunternehmen die Lage jetzt deutlich besser bewerten, als sie es noch im Herbst getan haben. Für das erste Halbjahr 2015 rechne man daher mit einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung.

139 Mitgliedsunternehmen mit rund 16 000 Beschäftigten zählen die VIV, 63 davon haben sich an der Konjunkturumfragebeteiligt. Laut VIV handelt es sich dabei um einen repräsentativen Querschnitt. In seiner Befragung blickt der Verband auf das nächste halbe Jahr.

Kurzarbeit sei kein Thema mehr und mit Entlassungen würden nur noch wenige Unternehmen (6,3 Prozent) rechnen. Von einer guten Auftragslage und einer guten Geschäftslage spreche jedes zweite Unternehmen, im Herbst war es nur jedes dritte.

Mehr Investitionen

Und die meisten Firmen blicken laut Umfrage auch positiv in die nahe Zukunft: Nur jedes fünfte Unternehmen rechnet mit einer Verschlechterung der Auftragslage. Im Herbst war es noch jedes vierte. Die aktuelle Ertragslage bewertet jedes fünfte Unternehmen als schlecht, im Herbst war es noch jedes vierte.

„Die Investitionsbereitschaft ist leicht gestiegen“, sagt VIV-Geschäftsführer Hans-Harald Sowka. 30 Prozent der Unternehmen würden planen, mehr zu investieren. „Im Herbst war die Stimmung etwas verhaltener“, erinnert Kufferath. Dabei hätten viele damit gerechnet, dass die Investitionen „bei den Zinsen eigentlich durch die Decke knallen müssten“.

Die erhöhte Investitionsbereitschaft wertet Kufferath als Zeichen dafür, dass die Firmen auch an ihre langfristige Perspektive glauben. Die wirtschaftliche Situation in Russland und Griechenland sei für die meisten Betriebe nicht relevant. „Es kommt auf die Kernmärkte in Mitteleuropa, China und in den USA an“, erklärt Kufferath.

Für problematisch erachtet Sowka die Tarifentwicklungen, die 3,4 Prozent mehr Lohn in der Metallindustrie seien „viel zu hoch“ und hätten am „äußersten Rand des Erwarteten“ gelegen.

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