Der „Schnelle Emil“ hat rund 30 Einsätze in der Saison

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Virginia Kreuz (22) arbeitet beim Spielemobil „Schneller Emil“ der Stadt Düren. Foto: kin

Düren. „Ich kann mir nicht vorstellen, nicht mehr für den ‚Schnellen Emil‘ zu arbeiten, weil es einfach riesengroßen Spaß macht.“ Virginia Kreuz ist 22 Jahre alt und seit sechs Jahren „Emilianerin“. „Ich habe das Spielemobil ‚Schneller Emil‘ in der Schule kennengelernt“, erzählt sie.

Virginia hat sich an der Heinrich-Böll-Gesamtschule als Streitschlichterin engagiert. „Und irgendwann kam dann auch der ‚Schnelle Emil‘ zu uns an die Schule. Mir hat das so gut gefallen, dass ich mich gemeldet habe, um da mitzuarbeiten.“ Im Augenblick gibt es rund 25 Jugendliche, die als „Emilianer“ aktiv sind. Vor ihrem ersten Einsatz bekommen die jungen Leute eine kleine Schulung. Virginia: „Den neuen ‚Emilianern‘ wird der Bus gezeigt, die Spiele werden erklärt. Dann geht es los.“

Natürlich zu Beginn immer mit erfahrenen Betreuern. Die Saison des „Schnellen Emils“ beginnt in der Regel nach den Osterferien und endet je nach Wetter im Oktober. „Es gibt eigene Einsätze vom Jugendamt“, erzählt Virginia Kreuz. „Wir sind zum Beispiel bei Spielplatzfesten dabei und beim Kinderkulturfest. In den Sommerferien haben wir sogar eine eigene ‚Emil‘-Tour, mit der wir auf verschiedenen Spielplätzen in der Stadt unterwegs sind.“

Darüber hinaus können aber auch Privatleute oder Firmen den „Schnellen Emil“ mieten. „Wir sind bei Hochzeiten, Kinderkommunionen oder Betriebsfeiern“, erzählt Virginia Kreuz. „Und das ist ja auch das Schöne: Man trifft unglaublich viele Leute und macht sehr viele Erfahrungen.“ Natürlich, ergänzt Virginia, gebe es Spielplätze in Düren, die nicht so schön seien. „Manchmal finden wir Scherben im Sand, das ist natürlich gefährlich. Grundsätzlich kann ich aber sagen, dass die Kinder meistens zufrieden und glücklich sind, und auch die Erwachsenen uns aufgeschlossen gegenübertreten.“

Im Gepäck haben die „Emilianer“ ganz unterschiedliche Spiele. Es gibt Einräder, Federballschläger, Gummi-Twist, Kreisel und Kinderschminken – alles Spiele, für die es keinen elektrischen Strom oder gar einen Computer braucht. „Ich glaube, dass viele Kinder froh sind, dass es diese Spiele auch noch gibt“, sagt Virginia. „Und sie freuen sich, dass mit ihnen gespielt wird.“ Eigentlich, ergänzt die engagierte „Emilianerin“, habe sich in den vergangenen sechs Jahren bei ihren Einsätzen nicht viel verändert. „Unser Team ändert sich natürlich“, sagt Virginia. „Aber die Arbeit mit den Kindern macht mir nach wie vor sehr viel Spaß und bei uns im Team herrscht eine sehr schöne Atmosphäre.“

Virginia Kreuz, die in Köln im vierten Semester Deutsch und Englisch auf Lehramt studiert, macht in der Saison um die 30 Einsätze für den „Schnellen Emil“. „Manchmal sind es mehr, manchmal weniger. Das hängt natürlich auch davon ab, wie eingespannt ich durch mein Studium bin.“ Übrigens glaubt die junge Frau, dass die Arbeit beim „Schnellen Emil“ ihr auch später im Beruf helfen wird. „Ich habe gelernt, mit Kindern umzugehen“, sagt sie. „Auch mit Kindern, die vielleicht keine Lust haben, auf mich zu hören.“

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