Der RC Merken sieht lange wie der Sieger aus

Von: Sebastian Adriany
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Besiegte seinen Gegner Steven Ecker (rot) mit einem Schultergriff: Andrei Dukov, Merkens Neuzugang im Leichtgewicht. Foto: Sebastian Adriany

Hüttigweiler/Merken. Zum ersten Mal ging es per Bus statt mit privaten Pkw für den RC Merken auf Auswärtsfahrt ins Saarland zum ASV Hüttigweiler. Mit dabei nicht nur Ringer, Trainer und Betreuer, sondern auch Fans, die lange Zeit hoffen durften, im zweiten Kampf den zweiten Sieg zu sehen.

Wie bereits im ersten Saisonduell in der Bundesliga West führten die Merkener nahezu den kompletten Mannschaftskampf. 15:10 stand es vor den abschließenden beiden Einzelkämpfen. Nachdem Denis Rubach gegen den starken Saarländer Mathias Schwarz mit 0:4 unterlag, war die Ausgangslage klar: Der letzte Kampf musste für einen Sieg gewonnen werden. Ein 0:1 hätte für eine Punkteteilung gereicht.

Für Merken gab der 21-jährige hessische Meister Domenik Chelo sein Debüt. Er traf auf Hüttigweilers Mihai Bradu, dessen Erfolgsvita beim Einlauf vorgelesen wurde und unendlich lang erschien. So lang lief der Kampf zwischen den beiden aber beileibe nicht.

Einmal gepackt, drehte Bradu den Neu-Merkener immer weiter, bis nach 56 Sekunden der Kampf beendet war. „Vielleicht hätten wir taktisch umstellen müssen, hätten Chelo eine Klasse nach oben getan und dafür Dominik Etlinger gegen Bradu gestellt“, kommentierte Merkens Coach Tim Nettekoven wohl den Wendepunkt des Duells.

Angesprochener Etlinger, Vollprofi und international erfahren, dominierte ebenfalls seinen Kampf und gewann technisch überlegen in Runde eins. Sicher war sich Nettekoven aber, dass 18 abgegebene Punkte zu viel waren. Kai Stein, der mitgereist war, aber bei der Kampfplanerstellung an diesem Termin eigentlich verhindert war und deshalb nicht rang, konnte mit Chelo mitfühlen: „Ich war im vergangenen Jahr die gleiche Situation.

Direkt einen bärenstarken Gegner, gegen den man nur die Punkte kassierte.“ In Hüttigweiler coachte Stein gemeinsam mit Nettekoven und empfand die ungewohnte Situation folgendermaßen: „Von außen zu sehen, wie es immer knapper wird, und man selbst aber nicht mehr eingreifen kann, ist schlimm. Da ist man an der Seitenlinie gefangen und muss warten, was passiert.“

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