Der Nideggener Feuerwehr fehlt es an Nachwuchs

Von: gkli
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Für 35 Jahre treue Zugehörigkeit erhielten sechs Wehrleute von Bürgermeister Marco Schmunkamp das Goldene Feuerwehrzeichen des Landes NRW. Foto: Klinkhammer

Abenden. „Immer weniger Bürger sind bereit, bei der Freiwilligen Feuerwehr mitzuwirken“, sagte Wehrleiter Karl Heinz Latz bei der Jahresdienstversammlung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Nideggen. Latz forderte die Politik in seiner Rede auf, in einem Arbeitskreis Schritte zu überlegen, wie die Personalsituation für das Ehrenamt der Freiwilligen Feuerwehr entzerrt werden kann.

„Auch die Damen und Herren des Stadtrats haben die Verantwortung, das Personal aufzustocken“, betonte Latz. Die Mitgliederzahl in der Jugendfeuerwehr sei ebenfalls beängstigend, führte der Wehrleiter weiter aus. In der gesamten Stadt Nideggen gehören aktuell nur 35 Jugendliche der Jugendfeuerwehr an, ebenso viele Mitglieder zählt die Ehrenabteilung.

Da gelte es, dringend Nachwuchs anzuwerben. Bereits Kinder für die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr zu interessieren, wie es beispielsweise in Embken praktiziert wird, hält Latz für einen guten Weg. Was allen Verantwortlichen in diesem Zusammenhang große Sorgen bereitet, ist die Tagesverfügbarkeit der Wehrleute. Viele arbeiten nicht im Nideggener Stadtgebiet und sind im Ernstfall über Tage gar nicht verfügbar..

Bürgermeister Marco Schmunkamp (parteilos) würdigte zunächst die Arbeit der Wehrleute und machte dann klar, dass er die Problematik genauso einschätzt. Schmunkamp: „Kompliment, was hier geleistet wird, mit einem Mindestmaterialeinsatz werden Höchstleistungen vollbracht.“ Der erste Mann der Stadt rechnete vor, dass die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Nideggen im Jahr rund 200.000 Euro kostet.

Mit 20 Euro pro Einwohner pro Jahr könnte der Bedarf für die aktuell 160 aktiven Wehrleute gedeckt und die Sicherheit im Stadtgebiet gewährt werden. Gerne nahm der Bürgermeister die Idee an, einen Arbeitskreis zu bilden, um zu überlegen, wie das Feuerwehrpersonal wieder aufgestockt werden kann.

Im vergangenen Jahr rückte die Feuerwehr der Stadt Nideggen zu 14 Brandeinsätzen und 29 Fehl–alarmierungen, davon 23 von Brandmeldeanlagen, aus. 69 Mal leistete sie technische Hilfe, 15 Mal führten die Löschgruppen Brandsicherheitswachen durch, einmal waren sie im überörtlichen Einsatz.

Zehn Menschen konnten unmittelbar von der Feuerwehr gerettet werden. Der bei Bränden und technischen Hilfeleistungen entstandene Sachschaden wird auf 2,5 Millionen Euro geschätzt. Zu Aus- und Fortbildungszwecken werden jährlich rund 5000 Stunden aufgewendet.

Für 35 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr erhielten folgende Kameraden das Goldene Feuerwehrehrenzeichen des Landes NRW: Paul Weber, Manfred Hurtz, Bruno Lauscher, Karl Heinz Latz, Stefan Schmid und Markus Schumacher.

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