Düren - Der neue Inklusionsbeirat hat Aufgaben genug

Der neue Inklusionsbeirat hat Aufgaben genug

Von: sj
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Bernd Hoeber, Vorsitzender des Inklusionsbeirates, seine Stellvertreterin Käthe Hofrath (r.) und Sozialausschussvorsitzende Liesel Koschorreck stellten die Agenda des Gremiums vor. Foto: Johnen

Düren. Wie steht es um die Barrierefreiheit in der Stadt? Wie lassen sich die kleinen und großen Herausforderungen des Alltags meistern? Gibt es genug Wohnungen für Menschen mit Handicap an der Rur? Wie steht es um Betreuungsangebote? „Inklusion ist eine Aufgabe, die Schritt für Schritt angegangen werden muss“, sagte Bernd Hoeber, der Vorsitzender des neuen Inklusionsbeirates ist.

Das Vorgängergremium, der Behindertenbeirat, habe seit 1979 viel bewirkt und gute Arbeit geleistet. Aufgaben gebe es aber auch für den Inklusionsbeirat genug, ist der Vorsitzende überzeugt.

Mit seiner Stellvertreterin Käthe Hofrath (CDU) und der Sozialausschussvorsitzenden Liesel Koschorreck (SPD) stellte der parteilose Hoeber am Mittwoch die Agenda des Beirates vor. Etwa 30 Vertreter von Behindertenverbänden und -vereinen sind in diesem Gremium vertreten, hinzukommen Vertreter des Stadtrates. Mit Ratsbeschluss vom 12. November 2014 wurde der Beirat nicht nur umbenannt, sondern auch als Unterausschuss des Sozialausschusses eingesetzt.

Mit dieser Neuorganisation sollen Empfehlungen des Beirates mehr Gehör in der Politik finden und gute Ideen schneller umgesetzt werden, erklärte Liesel Koschorreck (SPD). Ziel sei es, sich „aktiv für die Belange von Menschen mit Behinderung“ einzusetzen, erläuterte Bernd Hoeber. Inklusion werde sehr oft vor allem mit Schulpolitik in Verbindung gebracht, der Beirat sieht die Schwerpunkte seiner Arbeit aber primär an anderen Stellen, beispielsweise beim Einsatz für Barrierefreiheit.

Zunächst stehe eine Art Bestandsaufnahme an. „Wo stehen wir? Wir wollen wir hin?“, formulierte es der Vorsitzende. Generell soll durch eine öffentliche Debatte „das Bewusstsein für Inklusion“ in der Bevölkerung geschärft werden. „Auch in der Politik“, fügte Liesel Koschorreck hinzu.

„Wir wollen Betroffene stärker in die Arbeit einbinden“, kündigte Hoeber an. „Von Perspektivwechseln können alle lernen“, findet er. Wer mit dem Beirat ins Gespräch kommen möchte, kann sich unter Telefon 02421/252753 an Marina Zachel von der Stadtverwaltung wenden, die die Geschäftsstelle des Beirates betreut. Per E-Mail ist sie unter m.zachel@dueren.de zu erreichen.

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