„Der Lyrik eine Gasse“: Nico Bleutge liest auf Schloss Burgau

Von: kin/jon
Letzte Aktualisierung:
5198285.jpg
Gerhard Quitmann vom Kunstförderverein freut sich auf die nächste Lesung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Der Lyrik eine Gasse“ auf Schloss Burgau. Foto: Sandra Kinkel
5198309.jpg
Nico Bleutge kommt am Sonntag, 21. April, zu einer Lesung nach Düren.

Düren. Gedichte mag Gerhard Quitmann, Vorsitzender des Arbeitskreises Literatur des Kunstfördervereins, schon seit seiner Kindheit. „Der Bücherschrank meiner Großmutter war voller Gedichtbände. Mein Vater hat selbst anlässlich von Geburtstagen oder anderen Festen gedichtet. Ich bin damit groß geworden.“ Kein Wunder also, dass Gerhard Quitmann zu Beginn der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts die Veranstaltungsreihe „Der Lyrik eine Gasse“ ins Leben gerufen hat.

Zuletzt hat Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller auf Einladung des Kunstfördervereins im Haus der Stadt gelesen.

Zur nächsten Lesung, die dann wieder auf Schloss Burgau stattfinden wird, hat Gerhard Quitmann Nico Bleutge, einen jungen Lyriker aus Berlin, eingeladen. „Ich beobachte Herrn Bleutge schon eine ganze Weile. Und als ich jetzt von seinem Verlag den Vorabdruck für seinen neuen Gedichtband „Verdecktes Gelände“ bekommen und gelesen habe, war mir klar, dass ich Herrn Bleutge jetzt nach Düren einladen muss.“

Nico Bleutge studierte von 1993 bis 1998 Neuere Deutsche Literatur, Allgemeine Rhetorik und Philosophie in Tübingen. Seine Gedichte wurden in zahlreichen Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht. 2006 debütierte er mit dem Gedichtband „Klare Konturen“. Seit 2001 arbeitet er als freier Literaturkritiker unter anderem für die Süddeutsche Zeitung und den Tagesspiegel.

Verschiedene Preise gewonnen

Nico Bleutge ist Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Er lebt in Berlin. Professor Dr. Michael Braun, Mitglied des Arbeitskreises Literatur, bewertet die Arbeiten von Nico Bleutge so: „Ruhig ist der Ton dieser Gedichte, gelassen ihr Atem, tiefschürfend ihr Wissen.“ Bleutge mache Sprache zum „freundlichen Nachbarn der Dinge.“

Bereits vor zehn Jahren hat Nico Bleutge den Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis gewonnen, er war Stipendiat der Kunststiftung Baden-Württemberg, und hat im vergangenen Jahr den Erich-Fried-Preis gewonnen.

Gerhard Quitmann: „Bei der Lesung mit Herta Müller konnte man erleben, wie spannend es sein kann, auf Wortschöpfungen zu achten und deren sinnliche Bedeutung zu erspüren. Dieses Erlebnis verspricht uns auch die Lesung mit Nico Bleutge.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert