Der Kunstgenuss dient einem guten Zweck

Von: Christoph Hahn
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Die Künste sollen helfen: Die Gestalter der Dürener Kulturtage setzen auch im zehnten Jahr des Festivals auf das Interesse des Publikums. Foto: Hahn

Niederau. Spaß gibt´s, jede Menge Bereicherungen für den Geist und eine glanzvolle Kulisse. Das Beste jedoch: Hilfe leisten können Freunde von Musik, Film und anderen Künsten bei dieser Gelegenheit auch noch. „Dürener Kulturtage” heißt dieses einzigartige Forum.

Vom 13. bis zum 29. März finden sie auf Schloss Burgau im Stadtteil Niederau statt.

In diesem Jahr ist bei dem einzigartigen Festival, das von dem Lions-Hilfswerk Marcodurum und einem Team um den Club-Präsidenten Michael Geuenich organisiert wird, eine ganz besondere Stimmung. Denn in diesem Jahr feiern die Kulturtage und ihre Gestalter Zehnjähriges, ein runder Geburtstag.

Wen wundert´s, dass sich Geuenich und seine Mitstreiter in diesem Jahr noch mehr Mühe als sonst bei der Gestaltung des Programms (hinter den Kulissen wie immer sehr aktiv: Stefan Knodel von der Stadt Düren, exzellenter Kenner der regionalen Szene und Betreuer der Stipendiaten im Heinrich-Böll-Haus) gegeben und dabei die Veranstaltungsfolge mit kulturellen Zuckerstückchen durchsetzt haben.

Von Swing bis zur Filmnacht

Künstler aus Düren und dem Umland geben ihr Bestes - und zwar dem Publikum, das sich je nach Gusto (siehe Infotext) an einer Hommage für den König des Swing und der Jazz-Klarinette, Benny Goodman, die der in Abenden geborene Solist Engelbert Wrobel zusammen mit dem „The King of Swing Orchestra” unter der Leitung von Peter Fleischhauer gestaltet, erfreuen kann, an der „Heimaterforschungs-Revue mit Musik” und dem Titel „Unter Dürenern” delektieren, an der Filmnacht mit der in der Kreisstadt geborenen Regisseurin und ihrer Adaption von Uwe Timms Roman „Die Erfindung der Currywurst” teilnehmen oder bei der Lesung „Literatur live” die Gäste des Böll-Hauses kennen lernen kann. Und das alles gibt´s für einen guten Zweck.

130.000 Euro haben die Lions-Aktiven, so ihr Präsident, in den vergangenen zehn Jahren eingenommen und ohne großen Abrieb - da die beteiligten Künstler ohne oder nur gegen eine geringe Gage auftreten - an die weitergeleitet, die dieser Hilfe dringend bedürfen. Die waren bei der Vorstellung des Kulturtage-Programmes reichlich vertreten und hatten sich meist schon genau überlegt, was sie mit ihrem Teil des Kuchens machen wollen.

Berthold Becker, Leiter des Dürener Jugendamtes, will mit dem, was Kunstbeflissene in die Kasse gespült haben, Jugendlichen, die sonst außen vor blieben, die Teilnahme am allsommerlichen Ferienlager ermöglichen. Professor Dr. Kurt Schröder, der Vorstandsvorsitzende des Sozialwerks Dürener Christen, will mit dem Geld eine Umleimmaschine kaufen, an der Jugendliche zu Schreinern oder Tischlern ausgebildet werden - zwei Beispiele für die Initiativen und Projekte, die durch die Kulturtage erst möglich werden.

Damit finden Geuenich und die Lions-Club-Mitglieder natürlich die Unterstützung der Sponsoren. Stellvertretend für sie Dirk Hürtgen von der Sparkasse: „Wir finden es gut, dass Sie den lokalen Bezug so nach vorne tragen.” Bürgermeister Paul Larue, seit jeher Unterstützer der Kulturtage, freut sich nur über das abwechslungsreiche Programm, sondern auch über deren Benefiz-Aspekt und den „Feuerwehr-Fonds, wo man schon mal anfragen kann”.

Neun Veranstaltungen bieten die Dürener Kulturtage auf Schloss Burgau. Im Einzelnen:

13.-29. März: Dauerausstellung mit Werken der Bildenden Künstler Annette Besgen, Marcel Bonjean, Robert Ciuraj, Sabina Knobloch, Rose Renker, Evelyn Rogge, Elmar Valter, Anja Matzerath und Markus Lokai.

Freitag, 13. März, 19 Uhr: Auftaktveranstaltung mit Bürgermeister Paul Larue und Lions-Club-Präsident Michael Geuenich. Einführung zur Ausstellung (s. oben): Dr. Dorothea Eimert, Direktorin des Leopold-Hoesch-Museums.

Samstag, 14. März, 21 Uhr: Party-Nacht.

Montag, 16. März, 20 Uhr: Konzert „100 Jahre Benny Goodman”.

Freitag, 20. März, 19 Uhr: „Unter Dürenern - eine Heimaterforschungs-Revue mit Musik”.

Sonntag, 22. März, 11-18 Uhr: Familientag mit unterhaltsamen Programm.

Mittwoch, 25. März, 19 Uhr: Lesung von Gästen des Heinrich-Böll-Hauses.

Freitag, 27. März, 19 Uhr: Erste Burgauer Filmnacht mit Ulla Wagner und ihrem Film „Die Erfindung der Currywurst”.

Sonntag, 29. März, 11 Uhr: Abschlussveranstaltung mit Jazzmusik.

Karten und andere Auskünfte gibt es an der Theaterkasse (Haus der Stadt, Düren, am Bahnhof) und im Bürgerbüro (Düren, Markt).

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