Düren - Der Kirchenraum gerät ins Schwingen

Der Kirchenraum gerät ins Schwingen

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Langanhaltenden Beifall gab es für die Cappella Villa Duria und ihre musikalischen Mitstreiter für die Aufführung des Oratoriums „The Messiah“ von Georg Friedrich Händel.

Düren. Minutenlanger Beifall und Bravorufe nach der „Messias“-Aufführung: Die Cappella Villa Duria heimste den verdienten Applaus für eine großartige Aufführung ein. Die Cappella Villa Duria (CVD) hatte in die Marienkirche zur Aufführung des Oratoriums „The Messiah“ von Georg Friedrich Händel eingeladen, das in der Originalsprache, in Englisch und ungekürzt, erklang.

Vor gut besetztem Auditorium gelang dem Oratorienchor, der mit Sängerinnen und Sänger der 20. Gutacher Chorakademie verstärkt war, zusammen mit vier Solisten und dem Kammerorchester der CVD unter Leitung von Johannes Esser eine 150-minütige Aufführung, die noch lange nachklingen wird.

Das Oratorium gehört zu den populärsten Kompositionen geistlicher Musik und schildert in drei Teilen aus dem alten Testament Prophezeiungen des Propheten Jesaias und aus dem Neuen Testament das Leben Jesu, seine Geburt, sein Leiden und seine Auferstehung.

Die Texte, die von Charles Jennens auf der Basis der King-James-Bibel zusammengestellt wurden, hat Händel auf Rezitative und Arien der vier Solisten und auf 19 Chorstücke verteilt – eine große Herausforderung für jeden Chor.

Und die meisterte der aus 70 Sängerinnen und Sänger bestehende Chor in der Marienkirche in verblüffender Weise. Festlicher kompakter Klang wechselte mit schnellen Koloraturen, Transparenz und federnde melodische Linien brachten den Kirchenraum förmlich in ein Schwingen, das seinen Höhepunkt im bekanntesten Chor des Werkes, dem „Halleluja“ hatte, und im grandiosen Schlusschor ein strahlendes „Amen“ setzte, an dem Händel seine Freude gehabt hätte.

Das für seine Leistungsfähigkeit bekannte Orchester der Cappella Villa Duria unter der umsichtigen und sicheren Führung seines Dirigenten Johannes Esser leitete das Werk mit einer klangvollen Ouvertüre im französischen Stil ein und war ein einfühlsamer Begleiter in den großen Arien und Rezitativen der Solisten, die sich mit unterschiedlichen Stimmtimbres sicher in das Gesamtwerk einfügten.

Kein Zweifel

Ohne Zweifel nahm die junge Sopranistin Katharina Bergrath mit ihrer kristallklaren und den Kirchenraum füllenden Stimme einen besonderen Platz im Quartett ein.

Beatrix Bardy gefiel mit ihrer tiefen und warmen Altstimme, Jörg Nitschke vermittelte mit seiner schlanken Tenorstimme eine musikalisch überzeugende Botschaft und Wolfgang Tombeux gefiel besonders in den Partien, die seiner schönen Baritonstimme entgegen kamen.

Mit dem Schlussakkord brach ein langanhaltender, von Bravorufen durchsetzter Applaus los, bei dem die Zuhörer sich von der Spannung, die 150 Minuten ohne jeden Abfall anhielt, befreiten.

Man kann jetzt schon gespannt sein auf das Passionskonzert im März 2014, für das Johannes Esser eine Erstaufführung mit der Aufführung der „Missa di Requiem“ von Gaetano Donizetti angekündigt hat.

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