Düren - Der Karnevalsprinz: Mit einem Karussell durch Kreuzau

Der Karnevalsprinz: Mit einem Karussell durch Kreuzau

Von: Sandra Kinkel
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Schützenkönig, Hahnenkönig und jetzt Karnevalsprinz: Jürgen Maubach ist ein Vereinsmeier im allerbesten Sinne. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Mit 30 war er Schützenkönig, zum 40. hat er sich selbst die Hahnenkönigswürde geschenkt, und jetzt – mit 53 Jahren – ist Jürgen Maubach Karnevalsprinz in Kreuzau. „Ich habe meine Frau zehn Jahre lang genervt. Jetzt hat sie endlich zugestimmt, dass ich Karnevalsprinz werde.“ Jürgen Maubach lacht.

Der Kunststofffacharbeiter, den es der Liebe wegen aus Düren nach Kreuzau verschlagen hat, ist das, was man im besten Sinne als Vereinsmeier bezeichnen kann. Er ist bei den Schützen und der Kirmesgesellschaft aktiv, engagiert sich bei der Freiwilligen Feuerwehr und – natürlich bei der Karnevalsgesellschaft „Ahle Schlupp“. „Meine Frau hat immer gedacht, ich sei kein Typ dafür, Karnevalsprinz zu werden“, erzählt Maubach. „Ich war immer schon anderer Meinung. Ich wollte unbedingt Prinz werden.“

Rund 30 Auftritte hat der Kreuzauer Prinz in der Session. Höhepunkte waren für Prinz Jürgen bisher seine Inthronisation, die großen „Schluppe“-Sitzungen in der Kreuzauer Festhalle und der Besuch beim „Närrischen Landtag“ in Düsseldorf. „Wir haben sogar Hannelore Kraft, die Ministerpräsidentin, getroffen. Ich glaube, das erleben nicht viele Tollitäten.“

Jetzt freut Jürgen Maubach sich natürlich auf den Rosenmontagszug. Schon im Sommer haben er und seine Mitstreiter mit dem Bau des Prinzenwagens begonnen, und der ist wirklich etwas ganz Besonderes. „Auf meinem Wagen steht ein Nostalgie-Karussell. Auf diesem Karussell fahren Schützen, ein Funkenknubbel, ein Feuerwehrmann und ein Mitglied der Kreuzauer Kirmesgesellschaft. Damit will ich meine Liebe zum Vereinsleben deutlich machen.“

Hunderte Stunden seien an dem Wagen gebastelt worden. „Das Karussell sieht so toll aus, dass wir darüber nachdenken, es demnächst als Dekoration für die Festhalle zu nutzen.“ Jürgen Maubachs Erwartungen, die er an das Amt des Karnevalsprinzen hatte, sind bis jetzt deutlich getoppt worden. „Karnevalsprinz in Kreuzau zu sein ist noch viel besser, als ich es mir vorgestellt habe“, sagt der Narrenherrscher. „Meine Adjutanten und ich und auch unsere Frauen haben uns sehr gut verstanden. Es war einfach toll.“

Jürgen Maubach findet es wichtig, dass in Kreuzau wirklich jeder Prinz werden kann. „Die Session kostet so viel wie ein guter Familienurlaub. Das kann sich wirklich jeder leisten.“ In den vergangenen vier Wochen hatte Prinz Jürgen I. Urlaub, um seine Zeit als Prinz auch wirklich zu genießen. „Nach Karneval gehe ich dann aber sehr schnell wieder arbeiten“, sagt er schmunzelnd.

Sein Zepter gibt er aber erst im November bei der Inthronisation des nächsten Kreuzauer Prinzen ab. „So lange bin ich auch noch bei den Veranstaltungen der Kreuzauer Vereine unterwegs. Zwar nicht im Ornat, aber sehr wohl noch als Prinz.“ Vermutlich ist Jürgen Maubach aber sowieso bei jedem Dorffest dabei. So wie es sich für einen Vereinsmeier gehört.

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