Der Heuss-Park wird zu einer „Stadtlichtung“

Von: Jörg Abels
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Der Theodor-Heuss-Park vor dem neuen Vier-Sterne-Hotel soll eine große Rasenfreifläche und eine umlaufende Promenade erhalten. Entwurf: Reepel
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Der Theodor-Heuss-Park vor dem neuen Vier-Sterne-Hotel soll eine große Rasenfreifläche und eine umlaufende Promenade erhalten. Entwurf: Reepel
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Das sieht der Siegerentwurf des Gestaltungswettbewerbs vor. Entwurf: HPP

Düren. Georg Schmiedel ist begeistert. Der Euskirchener Investor, der auf dem ehemaligen Areal der Stadthalle ab Dezember mit der Gesellschaft für Infrastruktur des Kreises Düren ein Vier-Sterne-Hotel mit Tagungscenter, Praxen und hochwertigen Wohnungen errichten will, ist überzeugt, dass die Revitalisierung des Theodor-Heuss-Parks den architektonischen Charakter des neuen Bismarck-Quartiers noch einmal unterstreichen wird.

Wenn die ersten Hotelgäste Mitte 2018 aus ihren Zimmern auf den Park schauen, wird ihr Blick nicht nur auf Wasserspiele vor dem Hotel fallen, sondern auch auf eine große Rasenfläche, die von einer mit schattenspendenden Bäumen begleiteten Promenade umrandet wird.

Nach einem zweistufigen Wettbewerbsverfahren mit mehrfacher Bürgerbeteiligung hat sich das Preisgericht unter Vorsitz des Aachener Freiraumplaners Professor Norbert Kloeters am Donnerstag einstimmig für den Entwurf des Dürener Landschaftsarchitekturbüros Reepel entschieden.

„Stadtlichtung“ hat das Büro sein Konzept für den Theodor-Heuss-Park überschrieben. Herzstück, betont Kloeters, ist die offene, weitläufige Rasenfläche, die – und davon ist auch Dürens Baudezernent Paul Zündorf überzeugt – in kürzester Zeit von den Dürenern zurückerobert wird. Sie bietet an der Nahtstelle zum Hotelkomplex vielfältige Möglichkeiten – vom Ballspiel bis zum Picknick –, frei von jeglichen Hürden und Barrieren.

Vor allem aber verschwinden mit der von allen Seiten durchlässigen Lichtung die bisherigen Angsträume, betont auch Thomas Floßdorf (CDU). Der Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses ist überzeugt, dass sein Gremium den Entwurf am 13. Dezember ebenso einstimmig wie das Preisgericht beschließen wird. Die Fördermittel (80 Prozent) für die im Masterplan bislang mit 1,25 Millionen Euro kalkulierte Umgestaltung des Theodor-Heuss-Parks sollen 2017 beantragt werden, die baulichen Maßnahmen sollen bis zur Hoteleröffnung im Sommer 2018 abgeschlossen sein.

Ob im Zuge der Umgestaltung auch die 1971 abgerissene Milchbar in den Park zurückkehrt, ist noch offen. Professor Dr. Wolfgang Meisenheimer hatte im Mai die Vision einer großen Glasvitrine mit einer Großplastik aus Holz vorgestellt. Reepels Entwurf lässt Platz für ein derartiges Café vor dem Wirteltor-Gymnasium an der Hans-Brückmann-Straße.

„Der Entwurf hat aber den Charme, dass er auch ohne Milchbar umgesetzt werden kann“, betont Kloeters. Die Bauverwaltung überlegt derweil, die Bismarckstraße zu verengen und die Radwege auf die Busspur/Fahrbahn zu verlegen, um zusätzlichen Platz für den Park zu schaffen. Eine politische Entscheidung dazu aber steht noch aus.

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