Düren - Der Haushaltsausgleich bleibt für Paul Larue das wichtigste Ziel

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Der Haushaltsausgleich bleibt für Paul Larue das wichtigste Ziel

Von: smb
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Verwaltungschef und Wahlkämpfer: Paul Larue blickt in die Zukunft der Stadt Düren. Foto: smb

Düren. Ob Paul Larue auch in Zukunft die Geschicke der Stadt lenkt, entscheidet sich am 13. September. Bis dahin ist er Politiker im Wahlkampf und Chef der Verwaltung. Und in der Verwaltung stehen schon jetzt die Vorbereitungen für den nächsten Doppelhaushalt an, auch über den Stellenplan wird bereits gesprochen.

Am Donnerstag hatte Larue eingeladen, um über die Zukunft zu sprechen – und was der Stadt bevorsteht. „Es sind nicht die großen Konfliktthemen“, sagte Larue, der glaubt, dass viele Dinge im Rat gemeinsam auf den Weg gebracht werden können.

„Wir werden uns weiter auf das Wesentliche konzentrieren müssen, wenn wir weiterhin einen ausgeglichenen Haushalt haben wollen, um als Kommune handlungsfähig zu bleiben“, schränkte Larue ein. Bisher bekomme man das Schiff geschaukelt, auch wenn die Ausgaben wegen der Flüchtlingsunterbringung und wegen Tarifentscheidungen gestiegen seien.

Luftschlösser zeichnet Larue nicht. „Wir können uns die Welt nicht malen, wie sie uns gefällt“, betonte er. Und zeigte damit auch auf, dass der Handlungsspielraum für Politik und Verwaltung begrenzt ist. In diesem Rahmen will Larue Schwerpunkte setzen. „Mir ist es wichtig, dass die Flüchtlinge, die nach Düren kommen, Deutsch lernen. Nur so können wir Integration gewährleisten“, sagt der Bürgermeister, der dafür 240.000 Euro in den nächsten Doppelhaushalt einstellen möchte. Mit 600 Neuaufnahmen müsse man bis Ende des Jahres rechnen. Auch die Schaffung von Unterbringungsmöglichkeiten werde den Haushalt weiterhin prägen.

Stabsstelle für Integration

Ein weiterer wichtiger Posten sei der Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren. In der Innenstadt und im Osten müssten aber auch mehr Plätze für die älteren Kinder geschaffen werden.

Dass Geld für die Umsetzung der Masterplan-Projekte (Kölnstraße und Theodor-Heuß-Park) in die Hand genommen werden muss, sei klar. „Zudem läuft die Ausschreibung einer Stelle im Amt für Stadtentwicklung“, sagt Larue. Auch aus anderen Ämtern komme eine umfassende Wunschliste auf die Verwaltungsspitze zu. „Aber wir werden Prioritäten setzen müssen“, weist Larue daraufhin, dass auch der Stellenplan sich dem Ziel des ausgeglichenen Haushaltes unterordnen müsse, wenn eine Stadt ihre Handlungsfähigkeit behalten wolle.

„Kämpfen“ will Larue für eine Stabsstelle Integration, die von den bisher eingeschlossenen Aufgaben Jugendhilfe und dem Projekt gegen Kinderarmut entkoppelt werden soll. „Außerdem möchte ich einen neue Stabsstelle für Demografie schaffen.“ Die beiden Stabstellen sollen jeweils aus einer Fachkraft und einer Halbtagsstelle für die Verwaltungsaufgaben bestehen.

Der Personalausschuss soll am 26. August um 18 Uhr über die Ausschreibung für die Stelle des Ersten Beigeordneten und Kämmerers diskutieren. „Ich gehe davon aus, dass die Stelle zum Jahresende besetzt werden kann“, sagte Larue. Die Leitung des Rechtsdezernats bleibe weiterhin vakant.

Als Radfahrer liegt dem Bürgermeister der Ausbau des Radwegenetzes am Herzen – auch mit Blick auf die Verkehrssicherheit. „In bescheidenem Maße müssen wir hier Jahr für Jahr weiter dran arbeiten.“

Für den Umbau des Papiermuseums soll noch im November ein Ausführungsbeschluss im Rat gefasst werden. Investiert werden soll auch in das „digitale Bürgerbüro“ und in die Barrierefreiheit. Dabei geht es Larue nicht um die bauliche Substanz: Dem Verwaltungschef schwebt ein mobiles Bürgerbüro vor, dass zu den Menschen kommt, die eine persönliche Beratung wünschen, aber nicht mobil genug sind.

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