Der ganze Grüngürtel wartet auf die Eröffnung des „Dorv-Ladens”

Von: Fred Schröder
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Bald öffnet der DORV-Laden: Norbert Schoeller, Sieghild von Gagern und Ulrich Wieser (von links) freuen sich darauf. Foto: Schröder

Düren. „Da wartet der ganze Grüngürtel drauf”. Die Bewohner des Viertels im Dürener Osten, rund 4500 an der Zahl, werden voraussichtlich am 21. Oktober durch die Tür ihres Dorv-Zentrums strömen können.

Dorv steht für Dienstleistung und ortsnahe Rundum-Versorgung. Dann ist die Nahversorgung im Quartier wieder gesichert. „Das Interesse ist groß. Das zeigen die vielen Nachfragen während der Baumaßnahme”, hat Sieghild von Gagern festgestellt. Sie ist Vorsitzende von InVia. Im Rahmen eines Integrationsprojekts wird InVia als Träger einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahme den Dorv-Laden führen.

„Schon das ausgestellte Modell hat zu vielen Anfragen geführt”, weiß Dagmar Runge. Die Geschäftsführerin des Gemeinnützigen Dürener Bauvereins, dem viele Wohnungen im Grüngürtel gehören, ist eine begeisterte Förderin des Dorv-Gedankens. Das Gebäude, einstmals Kino und lange Zeit als Einkaufsmarkt ein Kauf- und Kommunikationszentrum im Grüngürtel, gehört dem Bauverein. „Für uns ist insbesondere unter dem Gesichtspunkt des demographischen Wandels eine Nahversorgung im Grüngürtel wichtig, denn auch hier werden die Leute immer älter”.

InVia ist Mieter. In enger Kooperation, so lobt Ulrich Wieser von InVia, hat man das Konzept erarbeitet und die notwendigen baulichen Maßnahmen in Angriff genommen. Dass InVia dabei eigene Leute beschäftigen konnte ist für Geschäftsführer Norbert Schoeller ein weiterer positiver Aspekt. Die Planung sieht links vom Eingang ein Café als Kommunikationszentrum vor. Seitlich schließt sich die Verkaufsfläche an, Lager- und Vorratsräume, Toilettenanlagen sowie ein Sozialraum für das Personal sind ebenfalls vorhanden. Die Belieferung kann über die Rückseite des Gebäudes erfolgen, ohne die Abläufe in Laden und Café zu stören.

„Bei schönem Wetter können wir uns auch eine kleine Außenbewirtung auf dem Vorplatz vorstellen”, so Norbert Schoeller. Nachbarschaft wird im Grüngürtel seit vielen Generationen groß geschrieben. „Diese Nachbarschaft wollen wir praktizieren”, so die InVia-Verantwortlichen. Sie verstehen ihren Dorv-Laden nach dem Vorbild aus dem Jülicher Stadtteil Barmen nicht als Konkurrenz zu bestehenden Geschäften. Vielmehr soll er das Angebot an Gütern und Dienstleistungen ergänzen. Deshalb ist der Besprechungsraum, der sein Licht durch eine Dachkuppel bezieht, von immenser Wichtigkeit. Hier können der Bezirksbeamte der Polizei, aber auch Mitarbeiter anderer Behörden und Institutionen Beratungen ungestört und diskret durchführen. Der Dorv-Laden als soziale Mitte, so sieht InVia das Projekt.

Als Termin für die Eröffnung ist der Freitag, 21. Oktober, geplant. Im Rahmen eines vom Landschaftsverband geförderten Projektes werden zunächst je vier Mitarbeiter ohne und mit gesundheitlichen Einschränkungen in dem Laden tätig werden. Ulrich Wieser: „Wir kommen aus der Caritas-Ecke, haben also nicht die maximale Rendite im Auge. Da können ältere Kunden auch schon mal damit rechnen, dass ihnen der Einkauf nach Hause getragen wird?”
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