Nörvenich - Der Flüchtling, der Landarzt werden will

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Der Flüchtling, der Landarzt werden will

Von: gkli
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Dr. Patricia Peill wurde als Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes in Nörvenich wiedergewählt und verdiente Mitglieder ausgezeichnet. Foto: gkli

Nörvenich. Eine vollgespickte Tagesordnung arbeiteten die Mitglieder des CDU-Gemeindeverbandes in der Gaststätte „Zum Burghof“ in Nörvenich ab. Verbandsvorsitzende Dr. Patricia Peill begrüßte die rund 45 Anwesenden, unter ihnen 39 Stimmberechtigte. 292 Mitglieder zählt der CDU-Gemeindeverband aktuell.

Patricia Peill skizzierte die Situation der Flüchtlinge in Nörvenich. 62 Männer, unter anderem aus Syrien, Iran und Irak, leben in einem Haus im Gewerbegebiet. 16 Frauen, acht Männer und sechs Kinder, ebenfalls aus vielen verschiedenen Nationen, leben in einem Gebäude in der Hardtstraße. Unter den Flüchtlingen befinden sich diverse Berufssparten bis hin zu einer Lehrerin, Ingenieuren und einem Chirurgen. Deutschkenntnisse sind jedoch so gut wie gar nicht vorhanden. Patricia Peill sagte: „Sie kommen zu uns, sind zerrauft in der Seele und haben nicht zu tun.“

Schritt für Schritt wird diesem Zustand Abhilfe geschaffen. Eine Deutschlehrerin hat ihre Arbeit bei den Flüchtlingen bereits aufgenommen, ein Chirurg kann ein Praktikum in einem Krankenhaus aufnehmen. Er will einmal Landarzt in Deutschland werden.

Fraktionschef Stephan Küpper ging auf die Zusammensetzung im Gemeinderat ein, 14 der 26 Sitze entfallen auf die CDU. Ein für die Partei sehr zufriedenstellendes Ergebnis. Als problematisch stellen sich die finanziellen Prognosen heraus. Weitere Themen, die Stephan Küpper ansprach, waren die wegen der volllaufenden Baugebiete in Hochkirchen und Wissersheim zu geringen Kindergartenplätze, der Landesentwicklungsplan, der eine Landflucht mit sich zieht, und die stagnierende Ausweisung von Grundstücken für Gewerbetreibende.

Ebenso sprach er das Gebäude der ehemaligen Hauptschule an, für das immer noch eine Nachnutzung gesucht wird, und das Gelände der alten Mühle im Kernort, wo ein Nahversorgungsmarkt entstehen soll. Der Fraktionschef begrüßte die Entscheidung, dass vor der Bürgermeisterwahl im September 2015 zwei wichtige Posten, die vakant sind beziehungsweise werden, nicht neu besetzt werden. Erst unter der Führung des neuen Bürgermeisters sollen der vakante Posten des Kämmerers und der im August frei werdende Posten des allgemeinen Stellevertreters des Bürgermeisters neu besetzt werden.

Zum Schluss führten Landrat Wolfgang Spelthahn, Dr. Timo Czech, der Bürgermeisterkandidat der CDU, und Stephan Küpper eine lebendige Podiumsdiskussion. Mögliche neue Schnittstellen zwischen Kreis und der Flächengemeinde wurden ausgelotet.

Nahezu komplett und einstimmig wiedergewählt wurde der Vorstand. Vorsitzende bleibt Patricia Peill, Stellvertreter sind Konrad Becker und Stephan Küpper. Als Schriftführer löst Dr. Achim Siepen Timo Czech ab. Beisitzer wurden Carsten Aisch, Rüdiger Becker, Arthur Bergrath, Uwe Bobsin, Josef Funk, Heinz Willi Ohrem, Josef Prinz, Ingeborg Radermacher, Friedrich Rey, Andreas Rataj, Hans Günther Schneider, Manfred Schnuis, Carsten Vieth und Hans Peter Weber.

Außerdem wurde Ehrungen während der Versammlung des Gemeindeverbandes vorgenommen (teilweise in Abwesenheit): 60 Jahre gehört der Partei Johannes Färber an, 50 Jahre Hubert Schmitz, 40 Jahre Karin Siepen, Lorenz Hecker, Peter von Laufenberg, Maria Koenen, Getrud Hellwig und Manfred Barsuhn. Für 25-jährige Mitgliedschaft wurde Friedrich Josef Rey geehrt.

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