„Der Familie Popolski”: Wahnwitziges aus dem Plattenbau

Von: sj
Letzte Aktualisierung:
popolski28_bu
Vom Plattenbau auf die Showbühne: „Der Familie Popolski” begeisterte ihre Fans beim Konzert auf Burg Nideggen. Foto: Johnen

Nideggen. Pavel Popolski alias Achim Hagemann hat sein Versprechen gehalten: „Die Post geht ab durch die Decke”, kündigte er zu Beginn des Auftritts „Der Familie Popolski” bei den Festspielen auf Burg Nideggen mit betont schlechtem polnischen Akzent an.

Das, was die Popolskis da als post-sozialistisches Gegenstück zu den irischen Barden der „Kelly Family” auf die Bühne brachten, war wahnwitzige, aber grundsolide und gekonnte Unterhaltung aus dem Plattenbau.

Mit ihrem neuen Programm „From Zabrze with Love” setzte das wilde Konglomerat aus imaginierten Cousins, Cousinen und eineiigen Zwillingen den Erfolg der Premiere fort.

Die frei erfundende Familiengeschichte ist schnell erzählt: Alle Top-Hits der vergangenen Jahrzehnte stammten aus der Feder von Opa Popolski, dem seine Kompositionen geklaut wurden. Die Mitglieder der Musikerfamilie nehmen nun ihr Schicksal selbst in die Hand - und verkünden die Wahrheit hinter Hits wie „Ein Stern” von „DJ Ötzi”.

Das tun sie mit solch musikalischer Inbrunst, dass es selbst Patentanwälte der Gegenseite nicht auf den Stühlen hielt. Nur alle 20 Minuten wurde das Konzert unterbrochen: Zur gewerkschaftlich vorgeschriebenen Vodka-Pause. „Wir haben auch kleine Portion fur da Kinder”, radebrechte Pavel Popolski. Na dann: Prost!

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert