Düren - Der dritte Titel ist zum Greifen nah

Der dritte Titel ist zum Greifen nah

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
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Radelt mit dem Trainer: Vizemeister Kenan Bajrami und Herbert Müller-Schneider von den Faustkämpfern Düren-Grüngürtel. Foto: Sistemich

Düren. Die Titelsammlung dieses Jahres liest sich so: Kenan Bajrami von den Faustkämpfern Düren-Grüngürtel darf sich Mittelrhein- und NRW-Meister nennen. Mit diesen Erfolgen qualifizierte sich der Schützling von Trainer Herbert Müller-Schneider für die Deutschen Meisterschaften Anfang Dezember in Oldenburg.

Nur wenige Sekunden trennten den 19-jährigen Halbschwergewichtler am vergangenen Wochenende von seinem dritten Titel. Aber: Bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften der U21-Boxer in Eichstätt erreichte Bajrami etwas überraschend den zweiten Platz.

Der Reihe nach: Acht Boxer wollten den Meistertitel. Im Viertelfinale setzte sich Bajrami gegen Denis Reich (BR Essen) durch, obwohl er einen schlechten Tag erwischt hatte. Nach drei Runden war kein Wertungstreffer zu verzeichnen. Die Anzahl der kleinen Punkte musste entscheiden. Es lag der Faustkämpfer aus dem Grüngürtel vorn. Der 19-Jährige stand im Halbfinale.



Gegner war Islam Sulimanov von der ESG Halle aus Sachsen. Die Boxer lieferten sich einen beherzten Kampf in der Halbdistanz, beide agierten druckvoll. In der zweiten Runde kassierte Kenan Bajrami einen Treffer am Kinn, fiel in die Seile, musste angezählt werden. Doch der 81-Kilogramm-Mann kam zurück. 4:4 stand nach der zweiten Runde. Im dritten Kampfabschnitt setzte er sich durch. Er erzielte drei sichtbare Treffer, sein Gegner keinen.

Im Finale wartete dann mit Tyron Zeuge ein mehrmaliger Deutscher Meister, WM-Teilnehmer in diesem Jahr und amtierender Europameister. Seit zwei Jahren ist das Wort Niederlage ein Fremdwort für Zeuge. Doch diese Bilanz erschreckte Bajrami nicht.

Die erste Runde endete ausgeglichen, die zweite auch. Doch leistete sich der junge Dürener 20 Sekunden vor Ende des Kampfes zwei Unachtsamkeiten, die Zeuge mit zwei Schlägen an den Kopf bestrafte.

Dem Ansehen Bajramis bei den nationalen Trainern tat die Niederlage aber keinen Abbruch: Einladungen zum Olympia-Stützpunkt nach Heidelberg sind ihm gewiss.
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