Der Clénet „trinkt“ Sprit wie Kinder Limo

Von: gkli
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Zum ersten Mal fand am vergangenen Wochenende ein Clénet-Treffen in Heimbach auf dem Vogtplatz statt. Die seltenen Fahrzeuge sind alle handgearbeitet und weisen wunderschöne Details auf. Foto: Gudrun Klinkhammer

Heimbach. Die Motoren röhrten und die Passanten staunten und zückten die Kamers. Zum ersten Mal fand in Heimbach ein Clénet-Treffen statt. „Rod Stewart hat einen, ebenso Barbara Streisand, Farrah Fawcett und König Hussein von Jordanien“, zählt Jacques Falentijn die Besitzer dieser seltenen Fahrzeuge auf.

Auch Falentijn ist stolzer Besitzer eines Clénets. Sein cremefarbener Schatz mit den kaffeebraunen Konturen gehörte einmal Sylvester Stallone. Bereits vor einigen Jahren, als der jetzt 64-jährige Gastronom in Heimbach das Hotel-Restaurant „Zur Talsperre“ mit seiner Frau wiedereröffnete, dachte er über einen Clénet-Club nach.

Nun wollte es der Zufall, dass zum Zentrum des diesjährigen Clénet-Treffens ausgerechnet Heimbach auserkoren wurde. Im vergangenen Jahr fand diese Veranstaltung in Österreich statt, im kommenden Jahr wird sie in Paris organisiert. Falentijn: „Das diesjährige Treffen sollte in Maastricht über die Bühne gehen, doch aufgrund eines Todesfalles in der Familie sagte der Organisator ab.“ Also machten sich acht Clénet-Fahrer mit ihren Partnern aus Deutschland, Belgien, den Niederlanden und Österreich auf den Weg zum Vogtplatz.

Mag die Zahl nicht besonders üppig klingen: In den 1970er und 1980er Jahren des vergangenen Jahrunderts wurden überhaupt nur 500 Exemplare in Santa Barbara in Kalifornien in der Manufaktur „Clénet Coachworks“ von Hand gefertigt. Europaweit gibt es schätzungsweise noch knapp 70 Exemplare, die meisten davon werden in der Schweiz vermutet. Heimbachs Bürgermeister Peter Cremer begrüßte die Gäste. Er freute sich über die „charaktervollen Autos. Ein echter Blickfang, sehen doch heute alle Autos, im Windkanal geprüft, eher gleich aus.“ Jacques Falentijn lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt, die die Aktion nach besten Kräften unterstützte.

Nach der Begrüßung drehten die Clénet-Fahrer die Autoschlüssel im Zündschloss und starteten zur großen Eifelrundfahrt. Diese führte sie unter anderem nach Bad Münstereifel und einmal um den Rursee herum.

Spritsparend sind die gut sechs Meter langen Cabrios nicht wirklich. Auf fünf Kilometern schlucken sie einen Liter Sprit weg wie kleine Kinder Limonade.

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