Eschweiler-Dürwiß/Obermaubach - Der Blausteinsee wird wohl aus der Rur aufgefüllt

Der Blausteinsee wird wohl aus der Rur aufgefüllt

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Still ruht der See. Doch der Schein trügt: 207 Liter Wasser pro Sekunde schießen aus Aldenhovener Brunnen in die Tagebaumulde, um die herum sich ein First-class-Freizeitangebot entwickelt. Foto: Rudolf Müller

Eschweiler-Dürwiß/Obermaubach. Der bis zu 43 Meter tiefe Blausteinsee verliert Wasser. 80 Millionen Kubikmeter Wasser sollen ihn füllen. Doch als Ende 2005 bereits 86 Millionen Kubikmeter eingeschossen waren, war die Tagebau-Mulde immer noch nicht verfüllt. Und nach wie vor verliert der See Wasser. Bis heute sind insgesamt rund 120 Millionen Kubikmeter in den See geflossen – mit einem Mittelwert von rund 207 Liter pro Sekunde.

Würde die weitere Befüllung gestoppt, so bestünde die Gefahr, dass der See, obschon er bereits 2004 seinen vorläufig endgültigen Wasserstand erreicht hatte, in absehbarer Zeit zu einem morastigen Tümpel verkomme. Der Blausteinsee bedarf aufgrund der dauerhaften Versickerung von Seewasser in den Untergrund noch einige Jahrzehnte lang Ausgleichswasser.

Bis zum Jahr 2031 stellt RWE Sümpfungswasser, das aus einer Brunnengalerie bei Aldenhoven kommt, kostenfrei zur Verfügung. Dann ist damit zwangsläufig Schluss: Mit dem Ende des Tagebaus Inden versiegen die Pumpen.

Was passiert nach 2031? Der See brauch bis 2060/2070 Zuschusswasser braucht, ehe der Wasserstand auch ohne Ausgleichswasser durch Bodenverdichtung und stabile Grundwasserpegel beständig bleibt. Ein weiteres Versickern und damit die gefürchtete Eutrophierung (das biologische „Umkippen“) des Sees ist dann auszuschließen. Wie die Wasserversorgung des Sees nach dem Ende des Tagebaus sichergestellt werden könne – zum Beispiel durch Zuleitungen aus dem Rur-Staubecken Obermaubach, aus der Wehebachtalsperre, der Inde oder der Rur. oder auch durch eine nachträgliche Abdichtung der Seesohle – wird untersucht.

Favorit ist eine Versorgung aus der Rur bei Schophoven. Diese ist aufgrund der Leitungslänge und damit verbundenen Pumpkosten zwar deutlich teurer als die Nutzung einer Leitung von der Inde bei Fronhoven zum See, dafür aber ist die Wassermenge beständiger und die Qualität deutlich besser. Die Leitungen werden vom RWE gestellt.

Wieder ein Punkt für die Variante Schophoven: Die Leitung vom Pumpwerk Schophoven bis zum Kraftwerk Weisweiler ist erst 2011 fertiggestellt worden und dürfte sich auch 2031 noch in gutem Zustand befinden. Nur der Abschnitt zwischen Kraftwerk und See müsste neu gebaut werden.

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