Düren - Dennis Pohl siegt im Massensprint

Dennis Pohl siegt im Massensprint

Von: Jörg Abels
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Dennis Pohl reißt die Arme hoch. Im Massensprint gewann der 22-jährige Fahrer des Stolberger Teams Kuota-Indeland gestern die 76. Auflage von „Rund um Düren”. Foto: Jörg Abels

Düren. Auf der Ziellinie riss Dennis Pohl die Arme in die Höhe. Der Sieg bei der 76. Auflage des nationalen Radklassikers „Rund um Düren” war ihm nicht mehr zu nehmen, der größte Erfolg in der noch jungen Karriere des 22-jährigen Fahrers des Stolberger Teams Kuota-Indeland.

Im Massensprint eines geschlossenen Hauptfeldes hatte Pohl die Nase vorn, verwies den Belgier Geert Omloop und den Oldenburger Michael Schweitzer auf die Plätze. „Das Team hat in der Schlussphase genial gearbeitet”, sprudelte es aus Pohl noch vor der Siegerehrung heraus. „Toll, wie Tim Klessa auf den letzten Metern den Spurt für mich angezogen hat.” Pohls Team bewies wieder einmal das richtige Näschen, setzte in der Schlussphase auf die richtige Karte und durfte damit nach dem Vierfachtriumph 2006 erneut den Sieg beim „Heimrennen” bejubeln.

Bei nahezu optimalen äußeren Bedingungen hatte sich schon kurz nach dem Start am Stadtcenter auf der ersten der insgesamt drei Eifelrunden eine achtköpfige Spitzengruppe gebildet, die lange Zeit das Renngeschehen diktieren sollte. Die Gruppe, in der auch die Stolberger mit Bergspezialist Alexander Gottfried prominent vertreten waren, harmonierte gut und baute ihren Vorsprung auf das Peloton kontinuierlich aus.

Nach 92 der insgesamt knapp 160 Kilometer betrug der Vorsprung bereits 1:20 Minuten. Doch im Hauptfeld wurde mächtig gearbeitet, immer wieder schickten die Kapitäne der nicht in der Spitzengruppe vertretenen Mannschaften ihre „Wasserträger” nach vorne. Und als beim letzten Anstieg von Zerkall nach Bergstein plötzlich ein Niederländer und ein Australier aus der Spitzengruppe zurückfielen, war es um die Harmonie geschehen.

Auf der rasenden Abfahrt zurück nach Düren kam das Feld immer näher und schluckte noch vor Beginn der fünf Stadtrunden die Ausreißer. Die Sprinterteams übernahmen das Kommando. Doch weder die Führungsarbeit des niederländischen Teams „Van Vliet” um Vorjahressieger Bram Schmitz noch die des Dortmunder Teams Nutrixxion/Sparkasse mit Ex-T-Mobile-Profi Eric Baumann, dem 2. von „Rund um Köln” am Ostermontag, war von Erfolg gekrönt - weil die Stolberger im richtigen Moment zuschlugen und Dennis Pohl nach der rasanten Jagd durch die Eifel im Schlussspurt auf der Schenkelstraße vor mehr als 1000 Radsportfans die meisten Körner übrig hatte.

Von den 179 gestarteten Fahrern erreichten ganze 75 das Ziel. Mehr als 100 mussten dem hohen Tempo - die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug knapp 40 km/h - Tribut zollen, unter ihnen auch die Fahrer des neu formierten Teams des RSV Düren und des Teams Hürtgenwald.

Während Rennleiter Norbert Mönnich vom RSV Düren ein positives Fazit zog und vor allem vom erstmals ausgetragenen Damenrennen (Siegerin: Julia Theisen aus Köln) begeistert war, vermeldete die Polizei auch einige schwere Stürze. Beim Rennen der Herren C-Klasse kollidierte in Simmerath-Strauch ein Fahrer mit einem Beamten, im Juniorenrennen stürzten gleich drei Fahrer so schwer, dass sie ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

Alle Ergebnisse im Internet unter: http://www.romers.nl
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