Denkmalschutz: Stuckfassaden sollen erhalten bleiben

Von: ja
Letzte Aktualisierung:
5518106.jpg
Die wilhelminische Architektur in Norddüren mit ihren Stuck-Fassaden - wie sie auch an der Kirchstraße noch sichtbar ist – soll erhalten bleiben. Foto: Jörg Abels

Düren. Die wilhelminische Architektur in der Nordstadt soll nun endgültig erhalten bleiben. Nach fast sechsjähriger Diskussion wird der Stadtrat erneut den Entwurf einer Denkmalbereichssatzung auf den Weg bringen und damit eine wesentliche Forderung von SPD und Stadtteilvertretung Düren-Nord erfüllen.

„Angesichts der weitgehenden Zerstörung im Zweiten Weltkrieg haben wir die Verpflichtung, möglichst viel historische Bausubstanz zu erhalten“, hatte Peter Koschorreck (SPD) schon vor Jahresfrist angemahnt. Ziel der Denkmalbereichssatzung ist es, das besondere Erscheinungsbild des Stadtteils zu schützen. Dabei geht es insbesondere um die mit Stuck verzierten Schmuckfassaden in geschlossener Bauweise, wie sie beispielsweise noch an der Kirchstraße zu finden sind, aber auch um die Straßenführung und Platzgestaltung im öffentlichen Raum.

Nach zuletzt vorgetragenen Bedenken von Unternehmen wurde der Geltungsbereich der Satzung noch einmal angepasst. Auch das Areal der geplanten „Klimaschutzsiedlung Düren“ auf einer Freifläche der Rheinischen Kliniken soll ausgeklammert werden. Der Geltungsbereich der Satzung soll begrenzt werden durch teile der Veldener Straße, die nördliche Randbebauungen der Malteser- und Karlstraße, Teile der Jülicher Straße, die Außengrenze der Rheinischen Kliniken ohne das Gebiet der Klimaschutzsiedlung, den Heerweg, die Eisenbahn-, die Neue Jülicher und die Johanniterstraße.

Änderungen an Fassaden, Fenstern und Türen und Eingriffe an Dächern und Dachaufbauten sollen in Zukunft ebenso erst nach Erlaubnis der Unteren Denkmalbehörde möglich sein wie Änderungen an den Einfriedungen der Grundstücke, an Straßen, Plätzen und Grünflächen. Wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen die Denkmalbereichssatzung verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die nach dem Denkmalschutzgesetz NRW mit einer Geldbuße von bis zu 250.000 Euro geahndet werden kann. Wer ohne Erlaubnis ein Baudenkmal beseitigt, riskiert sogar eine Buße von bis zu 500.000 Euro.

Stimmt der Stadtrat am Mittwoch zu, wird der Satzungsentwurf in Kürze öffentlich ausgelegt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert