Den Platanen geht es an die Kronen

Von: Anne Wildermann
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Arbeiter beschneiden die Kronen der Platanen in Kreuzau am Mühlenteich, sie sollen alle auf gleicher Höhe sein. Die Bäume treiben drei bis vier Meter im Jahr wieder aus. Die Wurzelbildung passt sich nach dem Herunterschneiden dem neuen Maß an. Foto: Anne Wildermann

Kreuzau. Seit Anfang der Woche schneiden Mitarbeiter einer Firma die Baumkronen der Platanen, die entlang des Mühlenteichs (Ecke Schulstraße/Auf der Tuchbleiche) in Kreuzau stehen. Allerdings gefällt nicht jedem Bewohner der Gemeinde diese „notwendige Pflegemaßnahme“ wie sie Hans-Jürgen Wolfram, Abteilungsleiter für kommunale Dienste in Kreuzau, nennt. Ein „Radikalschnitt“ sei das für ihn allerdings nicht.

„Ein Baumgutachter hat sich die Platanen im Vorfeld angesehen und geraten, dass wir die Kronen stutzen sollen“, sagt Wolfram. „Schließlich müsse die Gemeinde die Verkehrssicherheit garantieren“, ergänzt der Rathausmitarbeiter. Die Schulstraße laufen täglich mehrere Hundert Kinder entlang, weil sie zum Schulzentrum wollen.

Auch Autos nutzen diese Straße. „Die Äste sind zum Teil so mächtig, wenn die abbrechen und auf die Straße und auf den Gehweg fallen, ist die Sicherheit nicht mehr gewährleistet“, erklärt Wolfram. Teilweise haben die Äste einen Durchmesser von 80 und 90 Zentimetern. Seile, die vor zehn Jahren in die Kronen gehängt und um einzelne Äste gebunden wurden, damit sie sich gegenseitig sichern und die Last vom Stamm genommen wird, werden bei den Arbeiten jetzt entfernt.

Nicht nur die Verkehrssicherung ist ein wichtiger Aspekt für das Runterschneiden aller Kronen auf bis zu zwölf Meter, auch das Mauerwerk des Mühlenteichs ist durch die eine oder andere Baumwurzel stark beschädigt worden. „Es sind sogar Teile der Mauer herausgesprengt worden“, sagt Wolfram und zeigt auf die Stelle. Wenn die Beschneidungsarbeiten abgeschlossen sind, soll die Mauer repariert werden.

Wolfram räumt ein, dass die Gemeinde schon vor fünf Jahren hätte aktiv werden müssen. Seit 2012 begutachtet sie die Platanen und schaut nach Totholz. Die angrenzenden Häuser haben wegen des enormen Schattens zum Teil starken Moosbewuchs auf den Dächern. „Von dem Herbstlaub, das zum Teil immer noch in den Hecken und Vorgärten liegt, mal abgesehen“, sagt Wolfram. Zwar helfe der Bauhof das Laub zu beseitigen, „aber die Blättermasse ist enorm“, sagt Wolfram. Die Anwohner freuen sich jetzt über mehr Licht.

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