Düren - Den Kern der Stadt zukunftsfähig machen

Den Kern der Stadt zukunftsfähig machen

Von: Christoph Hahn
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Öffentliches Nachdenken ist angesagt: Am Innenstadtforum der City-Ma Düren in der Kulturfabrik Becker & Funck nahmen auch der Technische Beigeordnete Paul Zündorf (Mitte) und Bürgermeister Paul Larue teil. Foto: Hahn

Düren. Handel- und Gewerbetreibende sind dabei, Leute aus dem Bankwesen und von den Stadtwerken, Kommunalpolitiker, Architekten und Stadtplaner, der Bürgermeister und andere Vertreter der Stadtverwaltung. So besehen ist das Innenstadtforum des City-Ma Düren ein ziemlich bunter Haufen.

Aber trotz dieser Verschiedenheit denken diese Menschen in eine Richtung. Es geht ihnen darum, den Kern der Kreisstadt zukunftsfähig zu gestalten. Um den Austausch darüber in einen übergeordneten Masterplan einbringen zu können, trafen sich die Mitglieder des Forums jetzt zu einer Ideenwerkstatt in der Kulturfabrik Becker & Funck.

Nach einem rund zweistündigen Austausch formulierten die Teilnehmer eine ganze Reihe von Forderungen. Zum Beispiel diese: „Der gesamte Bereich hinter der Bahn muss sich wesentlich verbessern“, formulierte der Sprecher einer der bei der Zusammenkunft gebildeten Arbeitsgruppen. Professor Wolfgang Meisenheimer, weit über Düren hinaus bekannter Architekt, formulierte eine allgemeine Leitlinie: „Beides muss sein: Der Blick zurück und moderne Bauweise.“

Vor einer weiteren Debatte wie der in der Kulturfabrik, schlug Meisenheimer weiter vor, sollen von drei Büros Entwürfe zu einer Neugestaltung des Stadtkerns erarbeitet werden. Diese Entwürfe sollen dann zum Widerstreit der Meinungen anregen.

Auch andere bekannte Bürger der Stadt formulierten im Laufe des Schlussgesprächs ihre Kritik. So sprach Karl-Otto Gunkel, Elektrofachhändler im Ruhestand: „Es sind viele Faktoren, die zu einem Unwohlsein beitragen.“ Bernd Hahne, Grafiker und Chef des Stadtmuseums, monierte: „Eine übergeordnete Idee fehlt.“ Diesem Manko könne etwa durch eine konsequente Pflege des öffentlichen Bildes als 50er-Jahre-Stadt, durch das Hervorholen der noch vorhandenen Mühlenteiche und damit der Vergangenheit sowie durch eine Pflege der noch sichtbaren Reste der Stadtmauer abgeholfen werden. Weitere Vorschläge waren die Umgestaltung des Stadthallen-Areals in einen einladenden Park und die Abhaltung eines eigenen Forums, bei der Jugendliche ihre Vorstellungen äußern können sollen.

Der Technische Beigeordnete Paul Zündorf hatte bereits in seinem Eingangsreferat einige Schwachpunkte geortet – zum Beispiel diesen: „Der Parkplatz Hoeschplatz ist nicht so optimal entwickelt.“ Seine grundsätzliche Feststellung indes stand für die ergebnisoffene Haltung, die alle 54 Teilnehmer in das historische Gemäuer des Tagungsortes mitgebracht hatten – und für ihren Willen, die Zukunft gemeinsam anzupacken: „Wir machen uns hier und jetzt auf den Weg. Große Dinge wie das Düren morgen kündigen sich oft leise und schmucklos an – so wie bei Obama und seinem „Yes, We Can!“

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