Düren - Demografie: SPD fordert Stabsstelle

Demografie: SPD fordert Stabsstelle

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Düren. Der Umgang mit dem demografischen Wandel kommt aus Sicht der SPD im Dürener Rathaus zu kurz. Schon 2008 hatten die Genossen beantragt, ein demografisches Handlungskonzept mit städtischen Strategien zu erstellen. „Geschehen ist seitdem nichts“, ärgern sich der Fraktionsvorsitzende Henner Schmidt und die Stadtverbandsvorsitzende Liesel Koschorreck.

Und es reicht aus ihrer Sicht keineswegs aus – wie von der CDU beantragt –, das Jugendamt um den Bereich Generationen zu erweitern. „Der demografische Wandel hat Auswirkungen auf nahezu alle Politikbereiche“, spricht Koschorreck von einer Querschnittsaufgabe in der Verwaltung.

Und deshalb fordert die SPD die Ernennung eines Demografiebeauftragten. Andere Städte hätten die Bedeutung längst erkannt, verweist die SPD-Bürgermeisterkandidatin auf positive Beispiele wie Bielefeld und Euskirchen. In einem ersten Schritt könnte sich die SPD eine Stabsstelle beim Bürgermeister mit einem festen Stundenkontingent vorstellen, analog zur Integrationsbeauftragten, später aber auch eine eigene Stelle.

„Wir brauchen eine fachübergreifende Zusammenführung, Koordinierung und Initiierung von demografischen Handlunsgfeldern und Prozessen“, erklärt Liesel Koschorreck. Der Demografiebeauftragte soll aus Sicht der SPD zunächst einmal eine gesicherte Datenbasis erarbeiten, den Kontakt mit Verbänden und Institutionen suchen, um dann bei nahezu allen städtischen Planungen Anregungen geben zu können, damit die Entwicklung der Stadtteile und Quartiere den Bedürfnissen einer älter werdenden Gesellschaft gerecht wird. „Wir brauchen den Aufbau von Netzwerken mit Partnern und Institutionen aus allen gesellschaftlichen Bereichen.“

Die SPD hat beantragt, dass sich der Hauptausschuss schon auf seiner nächsten Sitzung mit dem Thema beschäftigen soll. Darüber hinaus regen die Genossen an, die Demografiebeauftragte der Stadt Bielefeld einzuladen. Bielefeld war 2005 die erste Stadt in NRW, die mit einer entsprechenden Mitarbeiterin auf die sich bereits damals abzeichnenden Veränderungen reagiert hat.

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