Delhougne: Verkauf an NPD vom Tisch

Von: Christoph Lammertz
Letzte Aktualisierung:

Merken. Der Verkauf der Merkener Gaststätte „Am Sportplatz” an die NPD ist offenbar vom Tisch.

Davon ist zumindest Rolf Delhougne, Kreisvorsitzender der CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT), überzeugt.

Nach Bekanntwerden der NPD-Pläne, die Dorfkneipe zu kaufen und in ein „Nationales Zentrum” zu verwandeln, hatte sich Delhougne im Kreis der MIT-Mitglieder nach alternativen Kaufinteressenten umgeschaut.

Inzwischen gebe es zwei ernsthafte Interessenten aus der Gastronomie, die die Gaststätte gerne erwerben und übernehmen würden, sagt Delhougne. Und der jetzige Besitzer sei durchaus gewillt, an einen der beiden Interessenten zu verkaufen.

„Ich habe jetzt viele Gespräche mit dem Gaststättenbesitzer geführt und habe den Eindruck, dass er nicht an die NPD verkaufen möchte. Wenn es eine andere Möglichkeit gibt, würde er diese auf jeden Fall bevorzugen”, sagt Delhougne.

Dem Besitzer sei schon etwas daran gelegen, in Merken nicht der Buhmann zu sein, der die Neonazis ins Dorf holt. Er sei aber aus persönlichen Gründen zum Verkauf seiner Gaststätte gezwungen. Delhougne hofft nun, dass sich die Gesprächspartner über das Finanzielle einig werden. Das sei sicherlich noch „ein Knackpunkt”.

Nach Delhougnes Kenntnis gibt es zwischen dem Gaststättenbesitzer und der NPD noch keine schriftlichen Vereinbarungen.

Der Dürener Kreisverband der rechtsextremistischen Partei hatte angekündigt, den Kauf der Dorfkneipe mit Saal unter Beteiligung anderer Kreisverbände und Sponsoren realisieren zu wollen.
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