Debatte über desolates Gebäude auf dem Kirmesplatz

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Über die Zukunft der Toiletten auf dem Kirmesplatz wird am 18. Dezember entschieden. Foto: ajo

Düren. Das Toilettengebäude auf dem vorderen Teil des Annakirmesplatzes ist in einem desolaten Zustand. Das ist nichts Neues und ärgert Jahr für Jahr unzählige Besucher des Volksfestes. Eine Sanierung schien längst beschlossene Sache, zumal auch Feuerwehr und Rettungsdienst, die an dem Gebäude ihre Kirmeswache haben, seit Jahren über die beengten räumlichen Kapazitäten klagen.

Doch das Thema scheint nun vom Tisch. Neue Untersuchungen der Bauverwaltung haben ergeben, dass das Gebäude derart marode ist, dass ein Neubau kaum teurer würde. Drei Alternativen haben Bau- und Kirmesverwaltung mit dem Gebäudemanagement entwickelt, mit Kosten zwischen 640.000 und 950.000 Euro, erklärte Gebäudemanager Helmut Harperscheidt.

Obwohl das Gros der Kosten auf die Standgelder der Schausteller umgelegt werden kann, entbrannte im Finanzausschuss eine heftige Diskussion über den Sinn einer derart hohen Investition. Hubert Cremer (FDP) kritisierte, dass die Stadt vor zwei Jahren ein Angebot einer städtischen Firma nicht angenommen habe, Toiletten und Rettungswache für gut 400.000 Euro neu zu bauen, und plädierte indirekt dafür, auch über die Anmietung von Containertoiletten nachzudenken. Damit aber stieß er bei der CDU auf Granit, die sich der Ansicht der Verwaltung anschloss und ein der Bedeutung des Volksfestes angemessenes Gebäude fordert.

Bernd Kürten, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, machte deutlich, dass es dem Rettungsdienst kaum mehr zuzumuten sei, Kirmesbesucher im Freien vor dem Gebäude zu behandeln und ein separater Raum dringend erforderlich sei. Auch betonte er, dass die Toiletten nicht nur während der Annakirmes, sondern auch beim Maimarkt und anderen Veranstaltungen genutzt würden, eine Anmietung von Containern, die jeweils 30.000 Euro kosten würde, daher nicht wirtschaftlich sei.

Bis zur Sitzung des Steuerausschusses und des Rates am 18. Dezember will die Verwaltung nun die drei baulichen Alternativen konkret darlegen, so dass eventuell noch mit der Verabschiedung des Doppelhaushaltes 2014/2015 eine Entscheidung zur Zukunft der Toiletten und der Rettungswache gefällt werden kann.

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