Debatte ausgelöst: Politik will mehr Besucher ins Hoesch-Museum locken

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Hoesch-Museum
Trotz hochgelobter Ausstellungen kommen zu wenig Besucher ins Hoesch-Museum.

Düren. Im Ziel sind sich „Ampel“-Koalition und CDU einig: Sie wollen mehr Dürener für das Leopold-Hoesch-Museum begeistern. 2015 zählte das Haus, das von Bürgermeister und Kulturdezernent Paul Larue (CDU) vom Niveau gerne in der Champions-League angesiedelt wird, nach Angaben der Stadt gerade einmal 2609 zahlende Besucher.

Und deshalb unterstützte die Opposition im Kulturausschuss auch den Antrag der „Ampel“, Jugendlichen bis 21 Jahre sowie Hartz-IV- und Wohngeldempfängern freien Eintritt zu gewähren. CDU-Kulturpolitiker Rainer Guthausen sprach von einem „hervorragenden Antrag“.

Allerdings sind Museumsdirektorin Dr. Renate Goldmann und Bürgermeister Larue äußerst skeptisch, ob mit freiem Eintritt wirklich mehr Jugendliche fürs Museum begeistert werden können, wie Heinrich Heidbüchel (SPD) zur Begründung des Antrags erklärt hatte. Denn, und das war offenbar den wenigsten Ausschussmitglieder bewusst: Schulklassen zahlen schon jetzt keinen Eintritt, sondern nur die Kosten der Führung durch die Ausstellung und der Werkloge.

Und zu glauben, Jugendliche würden bei freiem Eintritt auch außerhalb der Schule ins Museum kommen, sei angesichts ihres Freizeitverhaltens illusorisch, erklärte Museumspädagogin Jeannine Bruno. „Wir wollen aber ja auch Empfänger staatlicher Transferleistungen ansprechen, die sich einen Museumsbesuch bisher nicht leisten können“, betonte Valentin Veithen (Linke). Dazu muss gesagt werden, dass schon heute erwachsene Hartz-IV-Empfänger nicht sechs, sondern nur drei Euro bezahlen müssen.

Im Ausschuss entbrannte daraufhin eine Debatte, in der die unterschiedlichsten Vorschläge gemacht wurden. Aus Sicht von Paul Larue können nur mehr Schulklassen gewonnen werden, wenn die Gebühren für die Führungen gesenkt würden. Renate Goldmann verwies auf Museen, die auch einen eigenen Bus einsetzen, um Gruppen zu transportieren, und warf die Möglichkeit eines Tages mit komplett freiem Eintritt in den Raum, für alle oder nur für Dürener. Die Verwaltung will jetzt die verschiedenen Vorschläge bewerten und für den Haupt- und Finanzausschuss gegenüberstellen.

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