David Becker: „Es geht um Respekt und um Toleranz“

Von: kin
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David Becker macht ein FSJ im Papst-Johannes-Haus. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Respekt und Toleranz sind Dinge, die David Becker besonders wichtig sind. Der 18-Jährige hat sein Fachabitur im Bereich „Gesundheit und Soziales“ am Nelly-Pütz-Berufskolleg gemacht und absolviert ein Freiwilliges Soziales Jahr im Papst-Johannes-Haus.

David Becker ist zudem einer der Organisatoren der ersten „Nacht der Jugendkultur“ heute Abend in Düren. Im Gespräch mit der DZ hat er erzählt, warum er so eine „Nacht der Jugendkultur“ wichtig findet und warum Düren kein schlechtes Pflaster für junge Leute ist.

Warum machen Sie ein Freiwilliges Soziales Jahr im Papst-Johannes-Haus?

Becker: Naja, das Fachabitur im Bereich Gesundheit und Soziales habe ich nicht umsonst gemacht. Ich möchte schon in diesem Bereich arbeiten. Während der Schulausbildung habe ich ein Jahrespraktikum in einem Kindergarten gemacht. Jetzt fand ich es wichtig, noch in einem anderen Bereich zu arbeiten, der eher mit Jugendlichen zu tun hat. Ich habe mich im Papst-Johannes-Haus beworben, drei Tage zur Probe gearbeitet und den Job bekommen.

Was sind Ihre Aufgaben?

Becker: Ich helfe bei den Aktivitäten, die für die Kinder angeboten werden. Zuerst machen die Jungs und Mädchen ihre Hausaufgaben, dann wird zusammen gegessen. Nachmittags gibt es ganz unterschiedliche Angebote. Mir macht die Arbeit sehr großen Spaß.

Ihr Freiwilliges Soziales Jahr dauert noch bis September 2017. Was haben Sie danach vor?

Becker: Danach möchte ich eine Ausbildung zum Erzieher machen und vielleicht anschließend Sozialpädagogik studieren.

Sie sind von Eschweiler über Feld nach Düren in Ihre erste eigene Wohnung gezogen. Ist Düren ein gutes Pflaster für junge Leute?

Becker: Ich denke schon. Es gibt hier sehr viele Jugendeinrichtungen, die gute Arbeit leisten und sich bemühen, für junge Leute ein besonderes Angebot zu machen.

Und fernab der Jugendeinrichtungen? Sie selbst haben beispielsweise rote Haare und heben sich schon rein äußerlich von der breiten Masse ab. Verbringen Sie Ihre Freizeit in Düren?

Becker: Auf jeden Fall. Ich bin großer Metal-Fan, und es gibt in Düren und im Dürener Land durchaus gute Metal-Konzerte.

Sie gehören zu den Organisatoren der „Nacht der Jugendkultur“. Warum braucht Düren diese Veranstaltung?

Becker: Es gibt in Düren verschiedene Gruppen junger Leute, die verschiedenen Jugendkulturen angehören. Es gibt Metal-Fans wie mich, aber auch Hip Hopper, Rapper und Skater, um nur einige zu nennen. Ich finde es wichtig, dass die Mitglieder dieser Gruppen sich kennenlernen und Bekanntschaften, vielleicht sogar Freundschaften schließen.

Warum ist das wichtig?

Becker: Weil es Toleranz und Respekt schafft, wenn sich unterschiedliche Gruppen treffen. Ganz einfach. Es ist wichtig, dass junge Leute die Erfahrung machen, dass man auch mit Menschen befreundet sein kann, die eine andere Einstellung haben als man selbst.

Bei der „Nacht der Jugendkultur“ gibt es einen Treppenlauf, Basketball und die Möglichkeit, eine Wand mit Graffiti zu bemalen. Glauben Sie, dass das reicht, um Jugendliche hinter dem Ofen hervor zu locken?

Becker: Ja. Junge Leute aus 14 Jugendeinrichtungen der Stadt haben an dem Programm heute Abend mitgearbeitet. Ich glaube, dass für jeden etwas dabei ist.

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