Das Ziel: Nörvenich soll sauberer werden

Von: dama
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Das „Müllsammelteam” leiste
Das „Müllsammelteam” leistete bereits beim ersten Treffen ganze Arbeit. Viele Straßen und öffentliche Plätze in Nörvenich wurden vom Unrat befreit. Foto: Martinak

Nörvenich. Die einen runzeln die Stirn, einige kratzen sich verständnislos am Kopf und andere klatschen aufmunternd in die Hände. Es ist noch früh am Morgen, als sich die kleine Gruppe engagierter Dorfbewohner auf den Weg macht.

Mit Müllsäcken, Zangen und Handschuhen „bewaffnet” ziehen 15 Freiwillige voller Tatendrang durch den Ort und scheuen keine Mühe. Auch wenn es etwas ekeliger wird, schrecken sie nicht zurück. „Wir haben uns etwas vorgenommen und schreiten jetzt zur Tat”, erklärt Stephan Küpper, der Fraktionsvorsitzende der CDU im Gemeinderat Nörvenich. Das Ziel: Nörvenich soll sauberer werden.

Bauhof ist überfordert

Der Grund: Hier und da befindet sich Müll auf der Straße, in den Blumenbeeten und Grünanlagen. „Der Bauhof ist personell einfach überfordert”, erklärt der Vorsitzende des Ortsvereins, Heinrich Simons. „Das soll keine Kritik sein, aber wir können dafür sorgen, dass es hier einfach etwas reinlicher aussieht.”

Ab sofort wollen sich freiwillige Helfer ein bis zwei Mal im Monat treffen und Papiertaschentücher, heruntergefallene Kaugummipapierchen und unachtsam entsorgte Getränkedosen aufsammeln. Die Resonanz auf die von der CDU angestoßene, aber explizit überparteiliche Aktion, konnte sich schon beim ersten Treffen sehen lassen. „Schön, dass so viele mithelfen wollen, dass unser Dorf schöner wird”, sagen Simons und Küpper begeistert.

Den gesamten Vormittag sind die Nörvenicher auf dem Schuhof, dem Kindergartengelände und dem Friedhof unterwegs. Und auch auf dem Marktplatz und im Schlossgarten ist nun kein Schnippselchen mehr zu sehen. „Wir überlegen auch, den Ort an sich besser zu pflegen. So kann man hier mal die Rinnen reinigen und dort mal ein Röschen pflanzen”, erklären die Initiatoren. Dabei seien sie natürlich auf Spenden angewiesen. Es müsse noch nicht mal eine Finanzspritze sein. Gewerbetreibende oder Privatpersonen könnten sich schon mit einer Spende von Blumen oder Müllzangen beteiligen, oder einfach selbst mit anpacken.
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