Düren - Das „Worst-Case-Szenario“ im Dürener Krankenhaus simuliert

Das „Worst-Case-Szenario“ im Dürener Krankenhaus simuliert

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Rettungssanitäter der Feuerwehr Bergisch Gladbach reisten jetzt zum zweiten Mal an die Rur, um sich im Simulationszentrum des Krankenhauses Düren auf schwierige Notfallsituationen beim Patiententransport vorzubereiten. Foto: Krankenhaus Düren

Düren. Die Anästhesisten und Intensivmediziner des Krankenhauses Düren sind gefragte Experten, wenn es um das Training schwieriger Notfallsituationen geht. Schon zum zweiten Mal bereiteten sich jetzt Rettungssanitäter der Feuerwehr Bergisch Gladbach im Simulationszentrum des Dürener Krankenhauses auf mögliche Notfallsituationen beim Patiententransport vor.

Kompliziert wird es für die Lebensretter immer dann, wenn sie mit ständig wechselnden Kollegen und unter Zeitdruck die Verantwortlichen sind. Sie sind häufig zuerst am Unfallort oder müssen Patienten mit schweren Krankheiten für einen Transport in eine andere Klinik übernehmen. Dabei kann es trotz aller Sorgfalt zu Missverständnissen und Fehlern kommen, die im schlimmsten Fall lebensbedrohliche Konsequenzen für Patienten haben können.

Intensivsimulator

Um dies zu vermeiden, trainieren die Rettungssanitäter intensiv ein „Worst-Case-Szenario“. Die Ursachen für Transporttraumata zu erkennen und sie vermeiden zu lernen, war das erste Thema, mit dem die Rettungssanitäter sich beschäftigten. Anschließend führte Prof. Stefan Schröder, Chefarzt der Anästhesie im Krankenhaus Düren, in die Arbeit im Intensivsimulator ein, bevor die Teilnehmer selbst an einem Dummy in einem nachgebildeten Intensivraum üben konnten.

Ein Rettungsteam bekam einen konstruierten Fall, während die übrigen Rettungssanitäter über einen Bildschirm im Nebenraum die Situation verfolgen und kritisch kommentieren konnten. Der „Patient“ bekam plötzlich Atemprobleme, Herzstillstand und Blutdruckabfall, so dass die Rettungsdienstler gefordert waren, schnell hilfreiche Maßnahmen einzuleiten, Entscheidungen über Medikamente und die sinnvolle Weiterbehandlung zu treffen. Für jedes Team gab es komplexe Probleme aus ihrem Rettungsdienstalltag zu lösen.

Das Dürener Moderatorenteam um Frank Jäger, Alexa Renner und Dr. Ulrike Glöckner konnte mit dem Feedback zufrieden sein. Vor allem das Training einer guten und zielgerichteten Kommunikation unter den Rettungskräften wurde von den Teilnehmern sehr gelobt. Auch Chefarzt Prof. Schröder zieht ein positives Fazit: „Die Ursachen für Fehler zu erkennen und den Beteiligten vor Augen zu führen, ist unser wichtigstes Ziel. Überall, wo Menschen beteiligt sind, kann es zu Komplikationen kommen. Wer sich aber selbst kritisch hinterfragt und es schafft, sich aus der konkreten Situation zu ziehen, um einen anderen Blickwinkel einzunehmen, hat bessere Chancen, Fehler zu erkennen und zu verhindern – zum Wohl jedes einzelnen Patienten.“

Das nächste Simulationstraining findet im September statt und ist bereits ausgebucht.

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