Das Töpfereimuseum wird zur Jazzkneipe

Von: kin
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Die „Downtown Jazzband Cologne“ spielt am Samstag, 1. Juli im Töpfereimuseum in Langerwehe. Auf dem Programm steht Jazz, wie er sonst in den legendären Kneipen von New Orleans zu hören ist. Foto: Veranstalter

Langerwehe. Der erste Abend unter dem Motto „Musik im Museum“ war ein voller Erfolg. „Der Zuspruch bei unserem Konzert war riesengroß“, sagt Jürgen Hüftle, der die Reihe zu Beginn des Jahres mit seiner Frau Roswitha ins Leben gerufen hat. „Natürlich hatten wir uns das gewünscht, aber wir haben niemals damit gerechnet.“

Mittlerweile steht das komplette Programm der Kleinkunstreihe für dieses Jahr fest. Am kommenden Samstag, 1. Juli, wird die „Downtown Jazzband Cologne“ das Töpfereimuseum in eine Jazzkneipe aus New Orleans verwandeln. Die Gruppe ist seit mehr als 40 Jahren fester Bestandteil der Kölner Jazzszene. Während zahlreicher Aufenthalte in New Orleans hat die Band das dortige typische Jazzfeeling aufgenommen und vermittelt bei ihren Auftritten, wie gefühlvoll, temperamentvoll und hochmusikalisch an der Wiege des Jazz musiziert wird.

Das Repertoire wechselt zwischen stimmungsvollen Blues-Titeln, heißen Boogie-Woogies und bekannten Ohrwürmern. Zwischendurch erfreut der Bandleader Walter Marklof die Besucher mit „Kölsche Verzällche“.

„Es ist uns wichtig“, sagt Jürgen Hüftle, „im Rahmen von ‚Musik im Museum‘ sehr unterschiedliche Stilrichtungen anzubieten.“ In diesem Jahr wird es noch einen Abend mit französischen Chansons und irischer Folklore im Museum geben, 2018 steht unter anderem Klezmer-Musik auf dem Programm.

Hüftle: „Die Bands, die bei uns auftreten, müssen das für viel weniger Geld tun, als sie üblicherweise an Gage bekommen.“ Wenn er den Bands sein Konzept von „Musik im Museum“ erklären würde, seien die meisten sofort bereit, auch für weniger Geld in Langerwehe aufzutreten. „Das ist eine sehr schöne Erfahrung.“ Dass das Jazz-Konzert am Samstag ausgerechnet zeitgleich mit den Dürener Jazztagen stattfindet, habe sich, ergänzt Hüftle, aus terminlichen Gründen nicht vermeiden lassen.

„Ich glaube aber, dass das Publikum dieser beiden Veranstaltungen schon sehr unterschiedlich ist, und wir uns nichts wegnehmen“, sagt Hüftle. „Zumal es für Liebhaber von New-Orleans-Jazz bei den Dürener Jazztagen sowieso kein Angebot ist.“

Übrigens ist Jürgen Hüftle und seinen Mitstreitern vom Förderkreis des Töpfereimuseums, der die Konzerte offiziell veranstaltet, ein besonderes Anliegen, dass die Menschen bei ihren Veranstaltungen auch ins Gespräch kommen. Aich deswegen gibt es beispielsweise eine ausgedehnte Pause.

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