Das Tauwetter zu Weihnachten

Von: kjl
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Kreis Düren. Große Kontraste gab es im Dezember zwischen den ersten 14 Tagen mit schneereichem Winterwetter und einer extrem milden Regenphase bis Silvester. Es bestätigte sich: Keine Wetterregel ist so beständig wie das Weihnachtstauwetter im Rheinland.

In der Summe aller Temperaturen war der Dezember in den Niederungen und auf den Bergen 0,5 bis ein Grad zu warm (Mitteltemperatur in Düren 4,7 Grad und in Vossenack 2,6 Grad). Seit Februar war es der zehnte Monat in Folge, der zu warm war. Die unterschiedlichen Gesichter des Monats werden erst bei genauer Betrachtung sichtbar. Schon am 2. Dezember setzte sich der Winter in den Eifelhochlagen fest.

Bis zum 11. Dezember war die Schneedecke schon auf 36 Zentimeter in Kalterherberg und 30 Zentimeter in Monschau angewachsen. Auch in den Niederungen rund um Düren brachte die sibirische Kälte vom 5. bis 9. Dezember eine geschlossene Schneedecke von zwei bis sieben Zentimetern. Mit der Höhe stiegen die Schneedecken auf zwölf Zentimeter in Vossenack und elf zwölf in Schmidt. Die Lifte liefen in den Hochlagen aber nur an wenigen Tagen. Über den frischen Schneedecken wurden am 8. und 12. Dezember sehr niedrige Temperaturen notiert.

Hier einige Minima: Schmidt minus 6,2 Grad, Düren minus 9 Grad, Drove minus 10,2 Grad, Vlatten minus 12,4 Grad und Nörvenich Kläranlage minus 13,5 Grad. Am Erdboden fünf Zentimeter über der Schneedecke wurden in Schmidt minus 14,2 Grad gemessen. Die Heizungen und die Streudienste arbeiteten auf Hochtouren. Keiner glaubte, dass diese Schneemengen auf den Bergen (51 Zentimeter in Udenbreth) Weihnachten nicht überstehen würden, und doch geschah es – wie fast jedes Jahr – mit stürmischen Südwinden und atlantischer Warmluft. Bis Weihnachten siegte die milde Luft, es gab Hochwasser und rekordverdächtige Temperaturen. In den Niederungen des Dürener Landes wurden zu Heiligabend 14,5 Grad im Raum Vettweiß, 14,2 Grad in Drove und 14 Grad in Düren erreicht.

Häufige Tiefdruckgebiete und viele Wolken schmälerten die Ausbeute der Sonnenkollektoren im vergangenen Monat. Die westlichen Mittelgebirge hatten deutschlandweit die geringsten Sonnenstunden. Hier einige Messergebnisse aus der Voreifel und Rureifel: Drove 58 Stunden, Zülpich und Düren 47 Stunden, Langerwehe 33, Schmidt 29, Vossenack 22 und Heimbach 17 Stunden. Dies sind gerade mal 30 bis 50 Prozent der Normalwerte. Ganz anders das Bild bei den Regensummen. 26 bis 29 Regentage ließen kaum Platz für eine Autowäsche. Überall fielen 120 bis 200 Prozent des Langzeitwertes. Die von Westen gegen die Eifel prallenden Lee der Eifel bei Südwind die Region Düren viel trockener blieb.

Folgende Zahlen zeigen die Unterschiede deutlich: Monschau 222 Liter, Vossenack 159, Aldenhoven 147, Schmidt 132, Brandenberg 130, Hoven und Hergarten-Düttling 113, Heimbach 105, Nörvenich 96, Drove 92, Düren 86 und Vettweiß 82 Liter pro Quadratmeter. Im Raum Düren fallen im 30-jährigen Mittel 44 Liter pro Quadratmeter (Dezember), das bedeutet also im Dezember eine Abweichung von 195 Prozent. Laut Statistik erreichte der Dezember 2012 in Düren den sechsten Platz seit 1931.

Die Jahresniederschlagsmenge 2012 lag an dieser Station bei 623 Litern pro Quadratmeter. Neben den starken Regenfällen waren auch die Stürme ein auffallendes Kennzeichen im Raum Düren. Tage ab Windstärke sechs gab es 18 und Tage ab Windstärke acht immerhin vier.

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