Das Streichtrio Berlin ist auf Einladung der VIV Gast im Haus der Stadt

Von: han
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Das Streichtrio Berlin hatte vom ersten Ton an die Zuhörer des Industriekonzerts im Dürener Haus der Stadt in seinen Bann gezogen. Foto: Schmitz

Kreis Düren. Der Abend im Rahmen der Industriekonzerte der Vereinigten Industrieverbände war ein Abend voller Genuss. Zu Gast war das Streichtrio Berlin, bei dem die Zuhörer nur noch staunen und die Musiker bewundern konnten. Die Musiker hatten vom ersten Ton an eine exorbitante Wirkung auf das Publikum.

Die Programmgestaltung hatte schon einiges versprochen, die Wiedergabe der musikalischen Stücke und Serenaden war dann von allererster Güte. Intensive und feinsinnige Interpretationen von einer ausgewogenen Balance und Genauigkeit, die einerseits purer Hörgenuss waren und andererseits verblüfften. Da waren keinerlei Unterschiede im instrumentalen Können und Wollen zu bemerken, ein einziger musikalischer Fluss voll filigraner Klangschönheit und dann ein Wildbach, wenn das Spiel der Musiker vital wurde. Nichts wirkte bei diesem Ensemble aufgesetzt, alles kam mit größter Natürlichkeit über den Bühnenrand und verführte die Zuhörer, die nur zu gerne den geschlossenen, ausdrucksstarken, spannenden und humorvollen Darbietungen folgten, fast unmerklich zu höchster Konzentration.

Kaffeehaus-Atmosphäre

Der Reiz des Abends mit Thomas Selditz (Violine), Felix Schwartz (Viola) und Andreas Greger (Violoncello) lag vor allem in seiner interpretatorischen Bandbreite: von Fritz Kreislers Kaffeehaus-Atmosphäre und seinem Gassenhauer, der Violin-Schmonzette „Liebesleid“, eingebettet in den Wiener Tanzweisen bis hin zur Serenaden Musik von Ernst von Dohnàyi und einem der populären Frühwerke Beethovens, der Serenade D-Dur op. 8.

Beethovens Werk mit seinen ebenmäßigen Formen und schier genüsslichen Harmonien strahlte Freude aus, von der auch das Trio angesteckt zu sein schien, ein wenig ironisch-distanziert bei Dohnàyis Werk, das an die Serenadentradition aus dem 18.Jahrhundert anknüpfte, modernisiert mit einem unverwechselbaren Klang.

Augenzwinkernd unterlegten sie Kreislers Lieder mit einigen „Schmachtfetzen“, allerdings mit einer willkommenen Klangfülle und überraschenden Effekten. Kunstvoll, manchmal schmalzig schön, und voller Charme war das Industriekonzert. Mit einem Trio auf der Bühne, in dem jeder Musiker ein Teamplayer war und der exzellente Auftritt zu einem imponierenden Harmonie-Spiel wurde, bejubelt vom Publikum.

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