Düren - Das Sprachrohr der Generation 59plus

Das Sprachrohr der Generation 59plus

Von: Jörg Abels
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Jürgen Meier ist amtierender Vorsitzender des Seniorenrates der Stadt Düren. Foto: Abels

Düren. Rund 90.000 Einwohner hat die Stadt Düren, über 25.000 sind 59 Jahre und älter – Tendenz steigend. Und die Senioren haben zum Teil ganz spezifische Erwartungen an ihre Stadt, weiß Jürgen Meier, der amtierende Vorsitzende des Seniorenrates.

„Erwartungen, mit denen sie aber nicht immer bei den Parteien und Fraktionen Gehör finden“, erklärt der 74-Jährige, obwohl nicht gerade wenige Stadtratsmitglieder längst auch das Seniorenalter erreicht haben.

Dann kommt der Seniorenrat ins Spiel. „Wir versuchen die Interessen unserer Generation zu vertreten“, erklärt Meier. Immer wieder würden er und seine Mitstreiter mit ganz grundsätzlichen Fragen des täglichen Lebens konfrontiert, beispielsweise mit der Grundversorgung, die längst nicht mehr in allen Stadtteilen gewährleistet sei oder mit Problemen älterer Mitbürger, am städtischen Leben teilnehmen zu können, weil die eine oder andere Busverbindung fehlt. „Es gibt große Lücken im ÖPNV-Netz“, betont der Seniorenratsvorsitzende, der die Fraktionen im Stadtrat, aber auch die Dürener Kreisbahn immer wieder mit diesem Problem konfrontiert. „Leider bisher mit wenig Erfolg.“

Manchmal sind es aber auch ganz praktische Anliegen, die in den Sprechstunden des Seniorenrates (montags bis mittwochs 11 bis 13 Uhr und donnerstags 14 bis 16 Uhr) im Bürgerbüro am Markt thematisiert oder vom Seniorenrat selbst aufgegriffen werden, beispielsweise das Aufstellen von Bänken in der Fußgängerzone oder die Toilettensituation in der Innenstadt.

Die sei nur auf den ersten Blick gut, betont Meier. So sei die Toilette unter der Rathaus sonntags geschlossen, die vom Seniorenrat geforderte und dringend notwendige Sanierung der Toilette am Adenauerpark von der Politik aus Kostengründen abgelehnt worden. Meier bedauert daher, dass das vom Seniorenrat protegierte Projekt „Nette Toilette“, bei dem Geschäftsleute mit einem Schild darauf hinweisen sollen, dass sie ihre Toilette Senioren bei Bedarf zur Verfügung stellen, bislang nicht umgesetzt werden konnte.

Der Seniorenrat versteht sich auch als Ansprechpartner der Verwaltung in allen Fragen, die Senioren betreffen, fühlt sich manchmal aber ein wenig stiefmütterlich behandelt. „Der Informationsfluss könnte besser sein“, betont Meier. Der Seniorenrat setzt daher große Hoffnungen in den künftigen Demografiebeauftragten. „Nur wenn unsere Bedürfnisse auch wirklich wahrgenommen werden, kann sich auch etwas verändern,“ betont Meier.

Deshalb ist es für Meier und seine Kollegen auch ärgerlich, dass sie immer erst einen Antrag stellen müssen, um als beratende sachkundige Einwohner Mitglied in Fach- und Bezirksausschüssen werden zu können. Eine Verankerung des Seniorenrates in der Hauptsatzung der Stadt und damit ein Automatismus wäre wünschenswert, betont Jürgen Meier.

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