Das Spielbrett als Brücke in eine andere Welt

Von: Sarah Maria Berners
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Kinderkram? Von  wegen: Es gib
Kinderkram? Von wegen: Es gibt viele spannende Spiele für Erwachsene. Der Verein „Mister X” hat beim Tag des Spiels einen Einblick in diese Vielfalt geboten. Foto: Berners

Düren. Feierabend. Kopf aus, Fernseher an - so sieht es abends in vielen Haushalten aus. Der Griff in die Spielekiste steht nicht unbedingt an erster Stelle, wenn es um die allabendliche Freizeitbeschäftigung Erwachsener geht.

„Sollte er aber”, sagt Thorsten Oelsen, Vorsitzender des Spielevereins „Mister X”, der am Samstag im Haus der Stadt den Tag des Spiels ausgerichtet hat.

Spiele seien nicht nur eine Möglichkeit, sich gesellig miteinander zu beschäftigen und Spaß zu haben, sagt er. „Gesellschaftsspiele sind auch eine gute Alternative, um vom Alltag abzuschalten. Denn wer gewinnen will, muss sich voll und ganz auf die Geschichte, die das Spiel erzählt, einlassen.”

Und schon steht man mit dem Spiele-Fan auf der Halbinsel „Coney Island” vor den Toren New Yorks und baut dort auf dem großen Jahrmarkt seine Attraktionen auf. Auf Coney Island versucht ein jeder seinen eigenen Reichtum zu mehren und muss doch mit den anderen Ausstellern zusammenarbeiten, um die großen Bauvorhaben stemmen zu können.

Ein lautes „Jeeeaahh” erklingt. Nicht auf dem Jahrmarkt, sondern im Haus der Stadt. Justin (5) hat es endlich geschafft: Ein Roboter ist satt. Nachdem zahlreiche Computerchips durch die Halle geflogen sind, ist endlich einer auf dem Spielbrett gelandet. Dieses Spiel hat schon überzeugt. Aber neben Justin steht noch ein großer Stapel weiterer, die ausprobiert werden wollen.

Mehr als Monopoly

Kinder spielen ganz selbstverständlich. Und dass Spiele nicht nur Kinderkram sind, hat sich mittlerweile rumgesprochen. „Gesellschaftsspiele haben ihr angestaubtes Image abgelegt”, sagt Spiele-Fan Oelsner. Gleichwohl gebe es immer noch einige Menschen, die gedanklich bei Mühle, Dame und Monopoly stehen geblieben seien.

Diejenigen, die den Schritt ins Spielegeschäft wagen, um Neues auszuprobieren, packt allerdings nicht selten Zuhause der Frust: beim Lesen der Anleitung. „Und dann verstaubt das teure Spiel doch nur im Schrank”, sagt Oelsner. Damit Spielfreudigen die Freude am Spiel erhalten bleibt, hat der Spieleverein „Mister X” den Tag des Spiels ins Leben gerufen. Der bietet seit vielen Jahren - nicht weit vor dem Weihnachtsfest - die Möglichkeit, Spiele auszuprobieren. Die 30 Mitglieder stehen den Spielern mit Rat und Tat zur Seite, die Anleitung kann in der Schachtel bleiben. Schon ist es gar nicht mehr so kompliziert „7 Wonders” zu spielen oder bei „Samurai” am Ende der Partie die Punkte zu zählen.

Über 400 Spiele hat der Verein in seinem Fundus. Ramona Peters und Maite Hansper tasten sich langsam voran. „Es ist so schön, gemeinsam etwas zu spielen”, sagt Maite.

Der Tag des Spiels zeigt auch, dass es für jeden Geschmack etwas Passendes gibt. Während Raphael Große das Strategiespiel „Rasende Roboter” liebend gerne aus dem Schrank holt, hat seine Spielkameradin dafür nur wenig übrig. „Das ist ein Männerspiel. Dafür braucht man räumliches Vorstellungsvermögen”, sagt sie lachend und greift lieber in die andere Schachtel. Die Auswahl ist ja groß genug. Tickets für das „Einfach Genial”-Finale

Thomas Krapohlnoch und Sven Cramer haben beim „Einfach Genial”-Turnier Tickets für das Finale der Deutschen Meisterschaft gelöst, das im März 2012 in Gießen ausgetragen wird.

Jeder, der den Spieleverein kennenlernen möchte, ist zu den Spieleabenden eingeladen. Infos gibt es auf http://misterx.spiele4um.de.
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