Das Resort „Eifeler Tor“ erwartet bis Silvester 185.000 Besucher

Von: Franz Sistemich
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Während des Gesprächstermins regnete es in Strömen, einen Tag später schien die Sonne. Die Urlauber, die ins „Eifeler Tor“ kommen, stört schlechtes Wetter nicht, weiß Resort-Manager Christian Weitzmann. Foto: sis

Heimbach. Der Himmel über Heimbach ist an diesem Vormittag nicht nur voller dunkler Wolken. Aus ihnen regnet es auch noch. Und der Wind peitscht den Regen zusätzlich gegen den Hang, an den sich die Appartments und Ferienhäuser des Resorts „Eifeler Tor“ schmiegen.

Die Männer, Frauen und Kinder, die in dem Landal-Ferienpark ihren Urlaub verbringen, ficht das nicht an. Der Witterung entsprechend gekleidet, machen sich zahlreiche Gäste auf, die Gegend rund um das Resort zu erkunden.

Christian Weitzmann steht vor der Rezeption und nickt ihnen freundlich zu. Seit Anfang des Jahres leitet der 51-Jährige als Resort-Manager den Park neben der Staumauer des Rursees: „Es ist genau das, was ich gesucht habe“, sagt er und nickt. Warum? „Mein Vorgänger und Freund Serge van der Heijden hat hier auf einer Wiese einen tollen Park hingesetzt. Ich durfte sein Baby erben und möchte es weiter verbessern. Das ist schon eine Herausforderung.“

Weitzmann arbeitet seit 2009 für Landal. Gelernt hat er Hotelkaufmann im Breitenbacher Hof in Düsseldorf. In Garmisch-Partenkirchen studierte er Hotelbetriebswirt, machte sich mit 30 Jahren in Berlin selbstständig. Das Restaurant musste er aber nach acht Jahren aufgeben, finanziell trug es sich nicht mehr. Noch einige Jahre blieb Weitzmann in der Hauptstadt, war für eine Firma tätig, die sich auf die gastronomische Buchhaltung spezialisiert hat und dieses Know-how auch fremden Unternehmen anbietet.

Doch Weitzmann strebte neue Beschäftigungsfelder an. Es entstand der Kontakt zu Landal Greenparks. Ab 2009 leitete er den Park in Kröv, zwei Jahre später übernahm er den in Marsberg. Eine nicht ganz leichte Aufgabe, die er aber bewältigte: 2016 schließlich war eines der erfolgreichsten Jahre in der Geschichte dieses Parks im Hunsrück.

Schon damals schien Heimbach Weitzmann zu locken. Er und van der Heijden lernten sich in Kröv kennen, den Bau des Zigmillionen-Projektes Resorts „Eifeler Tor“ begleitete Weitzmann mit großem Interesse. Es sei kein einfacher Weg gewesen, erinnert sich Weitzmann an Widerstände in der Stadt und Probleme beim Bau, beispielsweise in der steilen Hanglage.

70 Prozent sind Belgier

Und als im Ferienpark die ersten Urlauber Whirlpool und Sauna in Häusern und Appartments genießen konnten, stellte das Jahr 2013 Landal und andere Anbieter vor große Herausforderung: Denn die ansonsten so reisefreudigen Niederländer – sie machen mit den Belgiern bis zu 70 Prozent der Gäste im „Eifeler Tor“ aus – packten nicht ihre Reisekoffer. „Das hat sich aber wieder geändert“, sagt der Resort-Manager lächelnd, der sicher ist, dass er mit Ende der Sommerferien in Deutschland und den Niederlanden sagen kann: „Wir werden unseren Plan erfüllen können.“

185.000 Übernachtungen peilt Landal in diesem Jahr in Heimbach an: „2016 haben wir nur knapp darunter gelegen.“ Den Optimismus bezieht Weitzmann aus mehreren Aspekten: „Der Trend zu einem Urlaub in der Nähe ist weiter positiv.“ Die Gäste, die sich im „Eifeler Tor“ entspannt haben, bewerten den Abstecher in die Region mehr als positiv: „Die Kundenzufriedenheit liegt für unseren Park bei knapp 50 Prozent, das ist ein sehr guter Branchenwert.“

Damit dieser Wert gehalten, vielleicht gesteigert werden kann, setzt Weitzmann auf Verbesserungen in der Infrastruktur und die Zufriedenheit der Mitarbeiter. „Der Urlauber, der in die Eifel kommt, ist aktiv und naturverbunden, er will die Region erleben und bekommt dabei noch das Sahnehäubchen Luxus.“ Die Ansicht, was unter Luxus zu verstehen ist, ändert sich im Lauf nur weniger Jahre: Ein TV-Gerät im Ferienhaus genügt nicht mehr, heute sind es zwei Flachbildschirme pro Domizil.

Außerdem gilt es, mit motivierten Mitarbeitern („Wichtig sind ein gutes Arbeitsklima und -umfeld.“) zufriedene Urlauber wieder nach Hause fahren zu lassen. Weitzmann, die rund 30 Fest- und gut 20 Aushilfsangestellten wollen den Urlaubern, die in 96 Ferienhäuser und 75 Wohnungen entspannen können, das Gefühl vermitteln, dass die Probleme, die den Gast den Aufenthalt vermiesen könnten, angepackt und gelöst werden. „Wir machen uns jeden Tag Gedanken über Weiterentwicklung und Verbesserungen“, sagt Weitzmann. An neue Häuser oder Appartments denkt der Ressort-Manager nicht, wohl aber an eine Verbesserung der Qualität in den Häusern: „Wenn etwas ersetzt wird, muss es besser sein.“

Besser ist auf jeden Fall die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Heimbach und den Tourismusverbänden auf der einen und dem „Eifeler Tor“ auf der anderen Seite, als es Weitzmann an einer vorherigen Stelle gewöhnt war: „Hier zieht jeder mit, jeder profitiert vom anderen, so dass es kein Wunder ist, dass die Übernachtungszahlen hier generell steigen.“

Und so will Weitzmann weiter dem Heimbacher Stadtfest zum Erfolg verhelfen, seinen Urlaubern Führungen mit den Nationalpark-Rangern oder Busfahrten zum Rurseefest anbieten. Denn: „Zufriedene Gäste empfehlen uns weiter und kommen wieder.“ 185.000 Übernachtungen kommen schließlich nicht von ungefähr.

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